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Der ultimative Guide zum Thema Krankenzusatz-Versicherung - Teil 1

Welche Bausteine gibt's im Detail und wieso brauchst du eine private Krankenversicherung?

Skyline New York und private Krankenversicherung

Weißt du warum in New York an manchen Orten extrem hohe Wolkenkratzer stehen und an anderen Orten nicht?

In Midtown und Downtown Manhatten steht eine Vielzahl sehr hoher Gebäude. Es hat nichts damit zu tun ob die Architekten gerade hoch bauen wollen oder nicht. Für den Grund müssen wir viel weiter zurückgehen – zu dem Zeitpunkt als sich der Superkontinent Pangäa aufsplittete um das zu werden, was heute unsere Welt ist.

Fragmente des damaligen Gesteins blieben bei der Trennung zurück. Wenn du durch den Central Park gehst, siehst du an vielen Stellen Schiefergestein, das aus dem Boden herausragt. Je nachdem ob dieses extrem feste Manhatten-Schiefer im Boden zu finden ist oder nicht, bestimmt wie hoch ein Gebäude sein darf.

Das Gestein bildet die Basis um überhaupt an Wolkenkratzer denken zu können.

Genauso wie die private Krankenversicherung die Grundlage für eine dauerhaft günstige und perfekte gesundheitliche Versorgung ist

Ohne einer Zusatzversicherung steht das Gebäude der eigenen Gesundheitsversorgung auf wackeligem Fundament.

Bevor wir darüber sprechen warum es sinnvoll ist, muss man zuerst klar abstecken, was es in dem Bereich gibt und was dir die Zusatzversicherung jeweils bringt.

Es gibt drei große Teile bei der privaten Krankenversicherung…

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Was sind die 3 großen Bausteine bei der privaten Krankenversicherung?

1.

Die stationäre Krankenzusatz-Versicherung

Die stationäre Zusatzversicherung (die Sonderklasseversicherung) greift immer, wenn du über Nacht im Krankenhaus bist.

Generell beinhaltet die stationäre Zusatzversicherung den Aufenthalt in der Sonderklasse im Krankenhaus. Der Hauptunterschied zwischen der allgemeinen Klasse und der Sonderklasse ist die Unterbringung im Mehrbettzimmer (allgemeine Klasse) oder Zweibett- bzw. Einzelbettzimmer (Sonderklasse).

Die Zusatzkosten werden durch die Versicherung übernommen. Zusätzlich hast du praktisch fast keine Wartezeiten (dazu später mehr).

Außerdem hast du freie Arzt- und Krankenhauswahl

Das bedeutet, du bist nicht daran gebunden in das nächst gelegene Krankenhaus zu gehen.

Bei den meisten Anbietern bekommst du Krankenhaus-Ersatztagegeld wenn du die Sonderklasse nicht nutzt (meistens um die 130 € pro Tag) und einige andere nette Benefits.

Der Hauptnutzen ist aber die Versorgung in der Sonderklasse und die damit verbundenen Vorteile.

Krankenbett, Pillen
2.

Die ambulante Krankenzusatz-Versicherung

Bei der ambulanten Zusatzversicherung geht’s um Themen wie…

  • Wahlarzt / Privatarzt
  • Heilbehelfe (Brillen, Kontaktlinsen)
  • Physiotherapie
  • Medikamente
  • Rezeptgebühren
  • Massagen
  • Ganzheitliche Medizin (Akupunktur, Bachblütentherapie, Homöopathie, usw.)

Genau diese Dinge werden von der privaten ambulanten Zusatzversicherung bezahlt

Konkret bedeutet das zum Beispiel…

Wahlarzt und Privatarzt

Du gehst zum besten Orthopäden der Stadt (Privatarzt), weil dir dein linkes Knie wehtut. Er stellt dir für die erste Untersuchung 150 Euro in Rechnung. Die Krankenkasse bezahlt dir von der Rechnung ca. 35 €. Den Rest, also 115 €, bekommst du von deiner privaten, ambulanten Krankenversicherung.

3.

Die Zahnversicherung

Die Zahnversicherung ist, wie der Name schon sagt, für alle Themen zuständig die mit dem Zahnarzt zu tun haben…

Wir raten meistens von der Versicherung ab, da sie sehr teuer ist. Sinnvolle Versicherungen starten ab ca. 60 € monatlich. Dabei musst du aber meistens zusätzlich einen vollen stationären Krankentarif machen.

Das macht nur Sinn, wenn du bereits jetzt weißt, dass du in den nächsten 5 Jahren eine Unmenge von Zahnbehandlungen, Implantaten, etc. brauchst. Oder dir das Geld egal ist, und du einfach alles abgesichert haben willst. Ansonsten ist die Zahnversicherung für die Leistung die sie bringt einfach zu teuer.

Mehr dazu nochmals in Part 3 dieses Guides.

Das sind also mal die 3 Säulen bei der privaten Krankenversicherung…

Zahn

Aber wieso solltest du überhaupt
über die private Krankenversicherung nachdenken?

Stell dir vor du hast ein VIP-Ticket bei einem Festival oder Konzert

Du musst bei keinen Warteschlangen anstehen und bei den Bars wirst du bevorzugt behandelt. Du bekommst exklusive Preisnachlässe bei allen Dingen die du kaufst und hast Zugang zum Backstagebereich, in den sonst keiner darf.

Die private Krankenversicherung funktioniert ähnlich – aber im Gesundheitsbereich.

Sie ist dein VIP-Ticket zur bestmöglichen Versorgung

VIP Ticket

Was bedeutet das für die stationäre, private Krankenversicherung?

 

A)

Sonderklasse im Krankenhaus

Das heißt du bist in einem Einbett- oder Zweibettzimmer…

Darstellung EInbett oder Zweibett

Vielleicht denkst du dir gerade: “Ja, aber das ist mir egal ob ich zu fünft oder alleine im Zimmer liege”…

Jetzt, wenn du gerade zuhause auf der Couch sitzt oder am Schreibtisch… dann ist es dir egal

Wenn du aber im Krankenhaus liegst und dich vielleicht gerade von einer OP erholst und deine Zimmerkollegen jede Nacht jammern, stinken oder schnarchen und du nicht schlafen kannst, dann sieht es schon anders aus.

Oder vielleicht bereitet ihnen das Zielen beim Toilettengang etwas Schwierigkeiten. Vielleicht bekommen sie auch jeden Tag von 10 Leuten Besuch, während du eigentlich deine Ruhe haben willst.

Außerdem bekommst du besseres Essen

In vielen Krankenhäusern hast du auf der Sonderklasse ein eigenes Menü und kannst dir deine Mahlzeiten aus einer speziellen und umfangreichen Speisekarte auswählen.

Im Grunde hat die Sonderklasse Hotelcharakter. Nachdem du meistens nicht ins Krankenhaus gehst, weil’s dir gerade lustig ist, sondern du die Behandlung wirklich brauchst, ist der Komfort doppelt so viel wert.

Zusätzlich erhältst du eine „bessere“ Behandlung

Der Punkt ist kontrovers…

Haben wir in Österreich eine 2- oder Mehrklassenmedizin?

Wenn du dir die Wartezeitstatistiken weiter unten ansiehst, dann kann die Antwort leider nur ein lautes JA sein.

Auf der Sonderklasse wird dich eher der Oberarzt oder Primar behandeln als der komplette Neuling. Jetzt könnte es natürlich sein, dass der Oberarzt schon sehr alt ist und doch nicht mehr der Beste, oder der Neuling ein Medizingenie…

Wenn dir der Oberarzt, warum auch immer nicht zusagt, dann suchst du dir mit der Sonderklasseversicherung einfach einen anderen.

Du kannst dir auf der Sonderklasse auch sicher sein, dass du gründlicher behandelt wirst, da “jeder Handgriff” bezahlt wird.

Vielleicht noch ein Praxisbeispiel dazu, das selbst uns erstaunt hat…

Ein Klient von uns hatte spät am Abend einen Fahrradunfall und brach sich dabei den Arm. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert und es wurde festgestellt, dass eine sofortige OP notwendig ist.

Doch zuvor bekam er die Frage: “Sonderklasse versichert oder nicht?”

Denn ohne Sonderklasseversicherung hätte ihn jemand anderes operiert. So kam der Oberarzt… selbst bei einem Unfall, am späten Abend.

B)

Freie Arzt- und Krankenhauswahl

Du bist nicht an das nächstgelegene Krankenhaus gebunden…

Verschiedene Ärzte

Als mein Vater mit einem schweren Bandscheibenvorfall ins nächste Krankenhaus kam, wurde er dort vollgepumpt mit Schmerzmitteln. Das ist im ersten Moment ja noch ok.

Doch das Krankenhaus war nicht spezialisiert auf die nötige OP

Der zuständige Neurologe der ins bessere Krankenhaus verweisen könnte, kam immer nur mittwochs. Also hieß es mal eine Woche warten – voll mit Morphium. Der Neurologe entschied dann doch noch weiter zu warten und Alternativtherapien zu versuchen. Das Krankenhaus schickte meinen Vater heim.

Einen Tag später war er wieder im Krankenhaus – die Schmerzen waren nicht auszuhalten

Jetzt hieß es nochmal warten – der Neurologe kommt ja nur mittwochs.

Der überwies ihn endlich in das Krankenhaus, das die notwendige OP durchführen konnte. Da durfte mein Vater dann auf der normalen Klasse nochmals warten, bis er endlich operiert wurde. Wobei die Wartezeit noch im Rahmen war – im Vergleich zu den Wartezeiten die du gleich sehen wirst.

Wäre mein Vater Sonderklasse versichert, dann hätte er sich mindestens 1 Monat Martyrium erspart

Falls du dich gerade fragst, wieso er keine Sonderklasseversicherung hat… weil er’s damals, als er noch jung war nicht gemacht hat und er jetzt keine mehr bekommt bzw. diese auch viel zu teuer wäre. Mehr dazu im zweiten Teil dieses Guides.

C)

Kürzere Wartezeiten

Man hört es ja ständig – “die Wartezeiten auf der normalen Klasse sind lange”.

Aber wie lange sind sie wirklich?

Und sind das nur Märchen oder stimmt es tatsächlich?

Wir müssen uns bei dem Thema nicht auf Gerüchte verlassen oder auf Einzelschicksale. Diverse Krankenhäuser veröffentlichen offiziell auf ihren Seiten die jeweiligen Wartezeiten für die allgemeine Klasse (=nicht zusatzversichert) und die Sonderklasse (=zusatzversichert)

Ein Auszug davon für Wien sieht so aus…

(Sorry, wenn du das am Mobiltelefon liest, da ist’s vermutlich die Spur zu klein 😉 )

Sanduhr
Längere Wartezeiten auf der allgemeinen Klasse

Was auf den ersten Blick deutlich zu sehen ist sind die Unterschiede in der Warteliste für die allgemeine Klasse und die Sonderklasse.

In den meisten Spitälern gibt’s praktisch keine Wartezeit für Sonderklasse-Patienten…

oder wenn, dann nur einen Bruchteil der Wartezeit der normalen Klasse.

Falls du dir denkst, dass ist nur in Wien so…

Die Wartezeit im Juli 2017 betrug für eine Gelenksspieglung (Atroskopie) im KH Güssing (Eisenstadt) 4,2 Monate (44 Menschen auf der Warteliste).

Eine Warteliste für die Sonderklasse gab es nicht – d.h. somit auch keine Wartezeit.

Für eine neue Hüfte wartest du im Universitätsklinikum St. Pölten ca. 12 Wochen (Stand Juni 2017) – als Sonderklassepatient hast du keine Wartezeit.

Die viel längeren Wartezeiten für Patienten der allgemeinen Klasse sind kein Gerücht. Es ist die Realität.

Egal wo du in Österreich bist. Du kannst davon ausgehen, dass du mit einer Zusatzversicherung früher zu einer notwendigen OP kommst.

Und eines ist klar: Die “staatliche” Krankenversorgung in Österreich wird nicht besser werden, sondern eher schlechter. Das ist kein Schwarzmalen, man muss sich dazu nur die Entwicklung der Bevölkerungungsstruktur und die Situation des Gesundheitssystems an sich ansehen.

Aber ist so ein voller stationärer Tarif nicht sehr teuer?

Das Wort teuer hängt vermutlich immer von der persönlichen Situation ab…

Aber, ja, unserer Meinung nach kann ein voller stationärer Tarif für junge Leute durchaus als teuer angesehen werden.

Frisch nach dem Studium kostet dich der Tarif vermutlich irgendwo um die 60,— bis 100,— Euro monatlich. Je nachdem ob du einen Tarif mit oder ohne Selbstbehalt haben willst.

Selbstbehalt bedeutet in dem Zusammenhang, ob du bei einem Krankenhausaufenthalt noch etwas selbst bezahlen musst, oder wirklich alles die private Krankenversicherung deckt.

Teuer

60,— bis 100,— Euro ist jetzt wirklich nicht wenig

Vor allem ist die Wahrscheinlichkeit, dass du das Krankenhaus in jungen Jahren brauchst um einiges geringer. Klar, kannst du Pech haben, aber das Risiko ist jetzt nicht riesengroß. Und du bekommst ja auch ohne Sonderklasse eine Behandlung. Zwar nicht so gut und nicht so schnell, aber trotzdem.

Aus diesem Grund wird die private Krankenversicherung sehr oft nicht mehr beachtet

Das Problem ist, dass dich 10 Jahre später, selbst wenn du komplett gesund geblieben bist, das Ganze ca. 90,— bis 130,— Euro monatlich – also ca. 30 Euro pro Monat mehr kostet.

Wenn gesundheitlich große oder kleine Dinge angefallen sind, dann hast du meistens eines der folgenden 3 Probleme…

A) Der Tarif wird teurer.

Anstatt 85,— Euro musst du vielleicht 120,– Euro bezahlen. Pauschal lässt sich das nicht voraussagen, da es immer von der individuellen Situation abhängt. Aber es müssen keine extrem dramatischen Fälle sein, die zu einem Zuschlag in der Prämie führen.

B) Du bekommst gewisse Bereiche / Körperteile / Krankheiten nicht mehr versichert.

Du hast zum Beispiel einen Bandscheibenvorfall oder ein stark lädiertes Knie. Jetzt kann dir passieren, dass du zwar noch krankenzusatzversichert wirst und das zum normalen Preis, aber der Rücken oder das Knie aus dem Versicherungsschutz ausgeschlossen wird.

C) Du bekommst gar keine private Krankenversicherung mehr.

Aufgrund einer Vorerkrankung kannst du dich gar nicht mehr zusatzversichern. Das passiert am häufigsten bei vielen bestehenden kleinen Erkrankungen oder wenn es sich um etwas “Gröberes” handelt (zB bei Herzthemen).

Eine Kombination aus den obigen Punkten A und B ist ebenfalls möglich.

Aber 60,— bis 100,— Euro ist noch immer viel

Bei dem Preis ist so etwas wie ein Wahlarzt, Physiotherapie & Co noch nicht mal dabei.

Genau hier kommt der Optionstarif ins Spiel

Wenn du jemals eine private Krankenversicherung haben willst, dann musst du einen Optionstarif machen. Er spart dir ca. 15.000,— bis 25.000 €…

Genau das sehen wir uns in Part 2 dieses Guides an…

So wie das Schiefergestein in Manhatten die Basis für Wolkenkratzer bildet, kann ein Optionstarif die Grundlage und Basis für deine optimale Gesundheitsvorsorge sein.

Wir sind keine Geologen – wenn du also mehr zum Schiefergestein wissen willst, dann bist du bei uns falsch.

EIn Icon von FiP.S

Wenn du aber wissen willst, was für dich persönlich die beste Variante in der Zusatzversicherung ist, dann sprich mit uns.

Wir zeigen dir wie du eine solide Grundlage für deine individuelle Gesundheitsvorsorge bauen kannst.

Starte dazu mit deiner Finanzplanung. Das ganze ist natürlich unverbindlich und kostenfrei.

Im nächsten Teil:
Der Optionstarif oder wie du zehntausende Euros sparst, wenn du’s richtig machst
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