3 einfache Schritte um zu wissen, wie viel du zum Jobstart als Uni- / FH-Absolvent verdienen wirst

Kann ein Krieg mit Schnaps und Whisky ausgefochten werden?

Es ist nicht gerade eine unglaubliche Schlagzeile, aber seit über 100 Jahren findet ein “Krieg” auf einer kleinen, unbewohnten Insel namens Hans Island statt. Kanada und Dänemark beanspruchen die Insel für sich. Aber anstatt einen echten Krieg zu führen, spielen sie eine Art Spiel.

Sagen wir Dänemark kommt zuerst auf der Insel an. Sie entfernen die kanadische Flagge, hissen die dänische Flagge und lassen eine Flasche Schnaps zurück. Etwas später machen die Kanadier etwas Ähnliches. Sie entfernen die dänische Flagge, hissen ihre eigene und lassen eine Flasche Whisky zurück.

Wenn du nicht die gesamte Geschichte kennst und nur davon hörst, dass Kanada und Dänemark abwechselnd Schnaps und Whisky auf einer Insel zurücklassen, dann wäre das ein fast unlösbares Rätsel.

Die Frage wieviel du zum Jobstart nach deinem Studium verdienen solltest, ist für die meisten Absolventen ebenfalls ein scheinbar unlösbares Rätsel.

Lösen wir das Rätsel, oder?

Es sind 3 Schritte notwendig um herauszufinden, mit wie viel Gehalt du zum Start rechnen kannst.

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1. Schritt: Die richtige Online-Recherche

A) Gehaltsrechner

Es gibt unzählige Online-Gehaltsrechner, Suchmaschinen & Co. Das ganze kann schnell unübersichtlich werden und einen “information overload” auslösen.

Vor allem sind viele Angaben zu ungenau oder schlichtweg falsch. Nichtsdestotrotz kannst du zumindest ein grobes Gefühl dafür bekommen wo die Reise gehaltstechnisch ungefähr hingehen sollte. Am ehesten verwertbare Zahlen erhältst du vom Online-Rechner des Frauenministeriums (ja, auch die Männer ;-)).

Du erhältst hier branchenspezifisch was du ungefähr verdienen solltest. Die Werte stimmen nicht immer und die Branche die du auswählst beeinflusst den Wert unserer Ansicht nach zu stark. Aber sie geben dir eine grobe Range.

Bei der Tätigkeit empfehlen wir dir die mittlere Tätigkeit (ja, auch wenn das fast wie Hilfstätigkeiten klingt) und höhere Tätigkeit auszuwählen und dann mit den Branchen etwas zu spielen. Es geht wie gesagt darum, dass du einfach nur einen Richtwert erhältst.

Pauschal kann man sagen, dass die Gehälter die dir der Rechner bei null Berufserfahrung auswirft vermutlich eine Spur zu hoch sind. Und als Frau – bitte ignoriere den angegeben Gehaltsunterschied. Als Uni- /FH-Absolventin hast du das Problem zum Jobstart nicht. Du wirst genau das gleiche erhalten wie deine männlichen Kollegen.

Wenn du besser verhandelst bekommst du mehr als deine männlichen Kollegen und umgekehrt.

B) Stellenanzeigen

Nachdem du eine ungefähre Range hast, kannst du auf irgendein Jobsuchportal gehen und dort für deine angestrebte Position Stelleninserate suchen. Bei den meisten wird ein Jahresgehalt angegeben.

Das Problem dabei ist, dass gesetzlich verpflichtend nur das kollektivvertragliche Mindestgehalt angegeben werden muss. Das kann für manche Branchen (IT) voll ok sein, für manche Branchen (Handelskollektiv) total irrelevant. Generell ist dir als Uni- oder FH-AbsolventIn das kollektivvertragliche Gehalt komplett egal.

Viele Unternehmen geben aber realistische Zahlen an. Wenn zum Beispiel für Controlling 38.000 € Jahresgehalt ausgeschrieben ist, dann meint die Firma das ernst. Wenn sie 28.000 € angeben, dann kannst du das ignorieren.

Mit den Zahlen vom Gehaltsrechner und den ernst zu nehmenden Zahlen aus den Stellenanzeigen kannst du deine Range wieder etwas verfeinern. Natürlich solltest du hier nicht stoppen – bisher hast du nur eine ganz grobe Range.

2. Schritt: Sprich mit echten Menschen

Echte Menschen

A) Deine Studienkollegen & Freunde, die schon im Job sind

Ja, in Österreich ist Gehalt nach wie vor ein Thema, über das nicht offen gesprochen wird. Deine Studienkollegen, die das gleiche studiert haben und mit denen du dich gut verstehst, kannst du aber vermutlich direkt fragen. Das macht natürlich nur Sinn, wenn sie in einer ähnlichen Position sind wie dein angestrebter Job. Wenn du ins Controlling willst, bringt dir das Gehalt eines Marketingassistenten nichts.

B) Kontakte auf und von einer Karrieremesse

Gehst du einfach hin und fragst: Hey, was zahlt ihr euren Software-Entwicklern?

Das kannst du schon machen – aber nur wenn du als geldgeil und gehaltsfixiert abgestempelt werden willst. Fall’ nicht gleich mit der Tür ins Haus. Das ist ungefähr so, wie wenn du auf einem ersten Date deinem Gegenüber einen Heiratsantrag machst.

Ein bisschen subtiler ist besser. Wenn du richtig vorbereitet auf einer Karrieremesse bist, dann bist du sowieso im Gespräch mit den Personalern. Dort kannst du dann beiläufig auch die Frage(n) anbringen:

  • “Was ist denn die typische Gehaltsrange zum Einstieg als XY?”

Nachdem du eine Range oder eine Zahl bekommst, kannst du noch eine zweite Frage stellen:

  • “In den Stellenanzeigen liest man ja sehr häufig, dass Überzahlung je nach Qualifikation möglich ist. Was müsste denn jemand mitbringen damit er über der Range liegt?”

Die Antwort auf die Frage zeigt dir, worauf’s in dem Bereich ankommt – denn wenn das Unternehmen bereit ist mehr zu zahlen, dann ist es ihnen wirklich wichtig.

Und mehr würde ich zum Thema Gehalt gar nicht fragen

Wichtig ist, dass die Gehaltsfrage NIEMALS deine erste oder deine letzte Frage ist. Du willst nicht mit dem Eindruck starten, dass es dir nur ums Gehalt geht. Du willst auch nicht, dass sich der letzte Gedanke der HR-Manager um deine Gehaltsfrage dreht. Das Geniale an Karrieremessen ist, dass du diese Unterhaltung 20x führen kannst.

Aus dem kannst du deine Range wieder etwas verfeinern.

Wenn du mit ehemaligen Vorgesetzten, Kollegen aus einem Praktikum und so weiter sprichst, kannst du genau so vorgehen. Wichtig ist dabei, dass du bei Leuten die keine engen Freunde sind nicht direkt nach IHREM Gehalt fragst. Sondern eben nach der typischen Einstiegsrange – das nimmt etwas Schärfe aus dem Thema.

Aber du bist noch nicht fertig – jetzt verfeinern wir deine Range.

3. Schritt: Der FiP.S Gehaltsreport

Gehaltsreport Akademiker

Wir beraten, betreuen und begleiten seit über 15 Jahren AkademikerInnen. Vom Studium zum Traumjob über die Finanzplanung bis zur Pension und darüber hinaus (ja, da ist noch lange hin ;)).

Deshalb haben wir unzählige Klienten die inzwischen Geschäftsführer oder Personalleiter sind, aber vor allem laufend Leute die frisch in den Job einsteigen. Von der Konzipientin, dem Mechatroniker, der Controllerin, dem Marketingfachmann, dem Physiker, der Chemikerin bis hin zu so ziemlich allen naturwissenschaftlichen, technischen, sozialen oder wirtschaftlichen Studienzweigen.

Aus all diesem Wissen haben wir einen Gehaltsreport erstellt…

 

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Zeigefinger

Kurz zusammengefasst

  • Der erste Schritt um herauszufinden wie viel du verdienen wirst bzw. kannst, ist online zu recherchieren. Gehaltsrechner und grobe Range aus Stellenanzeigen bilden die Basis für dich.
  • Der zweite Schritt ist, dass du mit echten Leuten sprichst. Verwende dabei die von uns vorgeschlagenen Fragen um nicht gehaltsfixiert zu wirken.
  • Der dritte Schritt ist, dass du dir den Gehaltsreport von uns downloadest. Dort findest du übrigens auch nochmal diesen Artikel und die einzelnen Schritte schön aufbereitet.

Wenn du die drei Schritte befolgst, weißt du, was du mit Jobstart verdienen solltest und vermeidest dich eventuell zu blamieren oder unter Wert zu verkaufen.

Wenn dir dieser Artikel weitergeholfen hat, dann schick uns eine Flasche Schnaps oder Whiskey… nein, das war ein Scherz – mach das nicht 😉

Und falls du dich gerade fragst – ja und warum machen die Dänen und Kanadier das Spielchen jetzt? Es ist inzwischen einfach zu einem “lustigen” Spiel geworden. Die Insel hat nicht wirklich einen Wert, aber sowohl die Kanadier als auch die Dänen betreiben es als freundschaftliche Auseinandersetzung.

Autor: Florian Märzendorfer

Fan von indischem Essen, Finanzplaner & Co-Founder von FiP.S.

Hasst Strandurlaube & verabscheut Beistrichregeln.

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