5 Wege wie du deine Produktivität und Ergebnisse im Job, Bewerbungsprozess und in deinem Leben um 300% steigerst

Produktivität

Arnold Schwarzenegger hatte mickrige Waden.

Als er seine Bodybuildingkarriere begann, war es in Europa innerhalb der Bodybuildingszene normal kein riesiges Augenmerk auf Waden zu legen. Doch Arnold realisierte schnell, dass es nicht nur um gewaltige Arme und einen breiten Rücken geht. In dem Moment entschied er sich für eine drastische Maßnahme.

Er nahm eine Schere und schnitt alle seine Trainingshosen an den Knien ab. Seine Waden waren von nun an nicht mehr versteckt. Er sah sie in jedem Training. Jeder konnte sie sehen. Andere Bodybuilder machten sich über seine Waden lustig. Schwarzenegger steigerte damit seine Motivation. Das Ergebnis waren Waden, die zur damaligen Zeit unerreicht waren.

Das Abschneiden seiner Hosen war ein Produktivitäts- und Ergebnisbooster

In diesem Artikel geht es darum wie DU deine Produktivität und Ergebnisse steigern kannst. Als ich diesen Artikel zu schreiben begann, war er als Anleitung für unseren Karrierekurs “Vom Studium zum Traumjob” gedacht. Aber ich realisierte relativ schnell, dass die Tipps für viel mehr anwendbar sind.

Das Ergebnis ist eine Anleitung zu mehr Produktivität und zu effektiverem Lernen

Musst du alles 1 zu 1 so umsetzen? Nein, aber vielleicht wendest du 1-2 Sachen davon an und steigerst deine Produktivität damit. Ohne weitere große Worte: Sehen wir uns 5 Wege an wie du bessere Ergebnisse erzielst als alle anderen, die du kennst.

1.

Nutze deine “verlorene” Zeit um etwas zu lernen

Zeit nutzen

Du machst den Abwasch, stehst mit dem Auto im Stau oder erledigst gerade den Wohnungsputz. Du kannst diese Zeit nutzen, um zu lernen. Genauer gesagt zum Audiolernen. Für “Vom Studium zum Traumjob” stellen wir alle Videos auch in reinem Audioformat zur Verfügung. Kopier’ dir die Dateien auf’s Handy und du kannst zu jeder Zeit “lernen”. Deshalb liebe ich Audiobücher.

Wie kannst du noch mehr in weniger Zeit lernen?

Stelle die Abspielgeschwindigkeit der Audiobücher höher ein. Ich empfehle dir mit 1,4x zu starten und dann langsam zu steigern. Ich höre inzwischen alle Bücher bei 2x-facher Geschwindigkeit oder höher. Das heißt, ich höre Bücher, die 6 Stunden lang sind in 3 Stunden oder weniger.

Das Geniale daran ist…

Ein durchschnittliches Audiobuch dauert ca. 6-10 Stunden. Im Durchschnitt habe ich täglich vermutlich 1-2 Stunden “verlorene” Zeit. Das kann mein Weg zum Mittagessen oder Wartezeiten beim Einkaufen sein. Ich höre zum Beispiel auch während des Fitnesstrainings Audiobücher. Ich “lese” jedes Buch sicher 3 mal.

Im Durchschnitt komme ich somit auf ca. 40 Bücher, die ich jedes Jahr während meiner “verlorenen” Zeit lese (oder eher höre). Zumindest eine einzige Idee die mich weiter bringt bekomme ich aus jedem Buch. Das ist der Turbo um mehr zu lernen.

Action Step:

Starte noch heute deine “verlorene” Zeit zu nutzen.

Für Audiobücher ist Audible perfekt. Du bekommst dort für 9,95 1 Buch gratis pro Monat. Wenn du dich mit deinen Freunden zusammentust, dann kannst du Bücher untereinander austauschen.

2.

Lerne in Blöcken

Du denkst dir gerade: Super, das ist ja nicht wirklich eine neue Information.

Aber machst du das auch wirklich? Schreib es dir in deinen Kalender und setz dir ein Zeitlimit. Schreib dir auch, was genau du machen willst, in den Kalender. Damit du nicht nachdenken musst, was zu tun ist. In der Bewerbungsphase kann dies zB Recherche zu einem spezifischen Unternehmen oder die Lebenslauferstellung sein.

Ich starte jeden Tag von 07:00 – 08:30 Uhr mit Schreiben

Artikel, neuen Content für zukünftige Kurse oder ultimative Guides. Ich mache NICHTS anderes in dieser Zeit. Keine E-Mails, keine Recherche oder Unterhaltungen. 90 Minuten volle Konzentration auf ein Thema, ohne Unterbrechung.

Mein Kalender sagt mir auch genau, welchen Artikel ich schreiben soll, damit ich keine Energie oder Zeit verschwende. Ich mache nur mehrere Dinge gleichzeitig wenn ich “verlorene” Zeit sinnvoll mit Audiolernen füllen kann.

Du kannst auch längere Zeitblöcke einplanen, aber schreib es dir in deinen Kalender

Speziell bei “kreativen” Aufgaben kann das Zeitlimit nicht schaden. Wenn du dein Anschreiben verfasst, dann kann aus einer Stunde leicht drei Stunden werden. Allerdings ist nach einer Stunde vielleicht deine gesamte Energie verbraucht und du produzierst in den anderen 2 Stunden nichts Sinnvolles mehr.

Deshalb solltest du dir auch unbedingt einen Timer stellen – und dann nach dieser Stunde auch wirklich aufhören. So trainierst du dir auch an, dass du deine Zeit so gut wie möglich nutzt.

Action Step:

Plane die nächsten 1-2 Wochen in deinem Kalender mit Lernblöcken. Wann machst du was?

Falls du dich fragst, wie das bei mir aussieht…

Das ist ein Montag und ein Dienstag (sorry für die fehlenden weißen Blöcke, ein paar Angaben mussten aus Datenschutzgründen raus 😉 )

Und ja, für meinen Wochenplan verwende ich einen “old-school” Papierformatplaner. Im Grunde ist es egal was du verwendest. Es soll für dich persönlich funktionieren.

3.

Plane Zeit für Chaos

Zeit für Chaos planen

Wir tendieren alle dazu, dass wir zu viel planen. Wir sind zu optimistisch, was wir in welcher Zeit schaffen. Eines der berühmtesten Beispiele dafür ist das Sydney Opera House. Planmäßig sollte es 1963 fertiggestellt werden. Eröffnet wurde es schließlich 1973 – mit einigen Abstrichen. Kosten sollte es übrigens 7 Millionen – gekostet hat es ca. 102 Millionen aufgrund der Verzögerungen.

Es ist einfach das zu lesen und zu denken…

Das gibt’s ja nicht – die sind völlig wahnsinnig. Aber genau das passiert in irgendeiner Art und Weise jedem von uns. Sei es die Einschätzung wie lange wir für die Seminararbeit brauchen oder wie lange unser Studium generell dauert.

Als ich anfing meinen gesamten Tag in Blöcken zu planen schaffte ich am Ende einer Woche niemals alle Dinge die ich mir vorgenommen hatte. Manche Aufgaben dauerten einfach länger oder irgendetwas kam dazwischen, das den Plan etwas nach hinten verschob.

Genau das solltest du einplanen

Ich setze mir meistens Freitags einen 3-4 Stundenblock, der dafür da ist, alles zu erledigen, was von Montag bis Donnerstag nicht erledigt wurde. Das funktioniert in 90% der Fälle. Du könntest auch am Ende deines Tages 15 Minuten deiner Zeit nehmen und den Rest der Woche neu planen.

Was besser zu dir passt. Ich bevorzuge die Wochenmethode, da ich sowieso automatisch nicht erledigte Aufgaben, in meinen Freitagsblock verschiebe.

Und es wird dir trotzdem passieren, dass du zu wenig Zeit für deine Aufgaben geplant hast. Macht nichts – mit der Zeit wirst du besser.

Action Step:

Wenn du deine Woche planst, dann gib dir selbst einen gewissen Block für Chaos, unerledigte Aufgaben & Co.

4.

Priorisierung - die richtigen Dinge machen

Checkliste für Priorisierung

Du hast vielleicht schon gehört: “It’s not about doing things right but doing the right things.”

Der Spruch bedeutet frei übersetzt, dass es darauf ankommt, dass du die Dinge machst, die wirklich wichtig sind. Und nicht, dass du ALLE Dinge (richtig) machst. Wenn es darum geht, effizient zu arbeiten, dann ist das Paretoprinzip – auch als die 80 / 20 Regel bekannt – entscheidend.

Die Regel besagt, dass 80% des Gesamtergebnisses mit 20% des Aufwands erreicht werden.

Das sollte dir zeigen, wie entscheidend es ist, sich auf die Dinge zu fokussieren, die dir die entscheidenden Resultate bringen.

Wenn ich meine Blöcke plane, dann stelle ich mir allgemein immer zwei Fragen:

  • Welche Aufgaben muss ich unbedingt machen, da es sonst ernste Konsequenzen nach sich zieht?
  • Welche Aufgaben könnte ich machen, aber es hat keine ernsthaften Konsequenzen wenn ich sie nicht mache?

Wenn wir als Beispiel den Bewerbungsprozess nehmen…

Die intensive Recherche über die Unternehmen gehört eindeutig in die erste Kategorie – ohne ausreichende Recherche kannst du dich nicht sinnvoll bewerben. Aufgaben die in diese Kategorie fallen erledige ich immer zuerst. Bevor ich jemals eine Aufgabe aus der 2. Kategorie angehen.

Im Bewerbungsprozess wäre es zum Beispiel Farbkonzepte und Schriftgrößen beim Lebenslauf im Detail zu analysieren und stundenlang dafür Zeit aufzuwenden. Das solltest du vielleicht gar nicht machen.

Action Step:

Überlege dir bei der Planung immer was du priorisieren musst und was unbedingt erledigt gehört.

5.

Beeinflusse deine innere Stimme und zeichne auf, womit du Zeit verbringst

Stoppuhr

Die Headline ist nicht ganz richtig – du sollst auf deine innere Stimme NICHT hören, wenn sie dir sagt, du schaffst das nicht oder du kannst das nicht. Du sollst auf deine Stimme hören, wenn sie dir sagt, du sollst das machen.

Wie veränderst du aber jetzt deine innere Stimme?

Wie entkommst du Versagensängsten? Zurück zum ersten Tipp. Je mehr du dir positive Dinge anhörst, je mehr du lernst, desto besser wird dein Selbstwertgefühl und desto positiver denkst du selber. Du lernst also nicht nur und verbesserst dich, sondern hebst deine allgemeine Stimmung, Motivation und Einstellung.

Wenn du all das machst, wirst du produktiver sein und alle deine Ergebnisse verbessern

Die 300% Steigerung aus der Artikelheadline hast du vermutlich nur mit Punkt 1 schon erreicht.

Um das alles auch messbar zu machen solltest du dir alle paar Monate notieren: Womit verbringst du Zeit? Wofür verschwendest du Zeit? Ich führe alle 3-4 Monate für eine Woche Buch, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache. Meistens schreibe ich auf einem Notizblock mit und notiere mir wann ich eine andere “Aufgabe” starte. Wie viel Zeit geht für E-Mails drauf? Welche Zeit für Routinearbeiten? Wie lässt sich der Prozess optimieren?

Jep, ich bin ein massiver Produktivitäts-Nerd

Es war teilweise erschreckend, als ich sah, dass ich alle 15 Minuten Mails checke oder durch etwas anders unterbrochen wurde. Du kannst keine großartige Arbeit vollbringen, wenn du ständig unterbrochen wirst. Zumindest ich nicht.

Wichtig ist, dass es nicht schlimm ist, wenn du realisierst, dass du im Moment nicht optimal agierst . Sieh es als Chance, dich zu verbessern. Das ist doch großartig, oder?

Action Step:

Nimm Punkt 1 und 2 wirklich ernst und starte damit. Gleichzeitig notier dir für eine Woche, mit was du Zeit verbringst. Schau dir an, was du optimieren kannst oder was du besser machen kannst.

!

Bonus Tipp - welche Software-Tools helfen deiner Produktivität?

Zuerst: Es gibt keine App, die dich automatisch produktiv macht. Wenn sie existieren würde, dann hätten wir sie alle schon. Aber die nachfolgenden Programme helfen mir dabei strukturiert, produktiv und effizient zu arbeiten.

  • Evernote

Ich benutzt Evernote als großes Sammelsurium. Für Artikelideen und Artikeloutlines. Um Zusammenfassungen von Kursen zu sichern. Um Ideen zu sichern, die mir einfallen während ich am Nachhauseweg bin. Um coole Blogartikel zu archivieren, …

Evernote ist ein bisschen wie ein Backup meines Gehirns – mit besserer Suchfunktion 🙂

  • Google Drive / One Drive

Egal welchen Cloudspeicher du nutzt – du solltest vermutlich einen nutzen. Zum sichern, um die Daten mobil zu haben,… Was auch immer 🙂

  • Podcast Addict

Für 99% der Podcasts die ich mir anhöre verwende ich PodcastAddict.

  • Scrivener

Evernote ist der Geburtsort meiner Ideen für Artikel, Guides, usw. Aber erwachsen werden sie in Scrivener. Es ist die für mich beste “Schreibapp”. Wenn du nicht regelmäßig schreibst, wirst du sie vermutlich nicht brauchen.

  • Freedom & RescueTime

Ich verwende beide Programme im Moment nicht mehr. Freedom blockt deinen Internetzugang zu ausgewählten Zeiten.

Wieso sollte das sinnvoll sein? Ich habe es immer von 07:00 bis 08:30 in meinen Schreibzeiten verwendet.

Keine Mails, kein Internet.

Nur Schreiben.

Inzwischen brauche ich es allerdings nicht mehr, da das Schreiben zur „Gewohnheit“ wurde.

RescueTime habe ich verwendet um meine Zeit zu tracken und zu wissen wie viel Zeit ich mit was am Handy, PC & Co verbringe.

  • Trello

Ich verwende Trello zum Projektmanagement, als To-Do Liste, …

  • OneTab

OneTab fasst deine offenen Tabs in einem Internetbrowser auf einer Seite zusammen. Bei mir kommt’s schon mal manchmal vor, dass ich 30-40 Tabs offen habe. Ok, im Moment sind’s 50 Tabs.

Das sind die Apps und Programme, die ich rund um das Thema Produktivität verwende.

Zur internen Kommunikation verwenden wir Slack – das ist für dich im persönlichen Leben aber vermutlich nicht wirklich relevant.

Etwas das ich immer wieder höre, wenn es um Podcasts, Bücher und Kurse geht…

“Ich weiß gar nicht was für Bücher oder Kurse ich mir anhören soll”…

Wenn du noch im Studium bist, dann registrier dich und sieh dir “Vom Studium zum Traumjob” an. Dort hast du alle Audiofiles für unterwegs und während deiner “verlorenen” Zeit. Wenn du etwas zum Lachen brauchst, dann stell die Audiogeschwindigkeit auf 0,6x in deiner Abspielsoftware. Wir hören uns dann so an, als ob wir völlig betrunken wären.

Besorg dir Audible und hör dir Bücher zu Themen an, die du spannend findest. Wenn du dein Englisch verbessern willst, dann such dir einen Podcast zu dem Thema. Die Möglichkeiten sind extrem vielfältig.

Der Artikel in 4 Sätzen

  • Nutze deine “verlorene” Zeit zum Audiolernen.
  • Blocke in deinem Kalender die notwendigen Zeiten und halte dich daran.
  • Plane Zeit für Chaos.
  • Priorisiere deine Aufgaben.
  • Du veränderst deine allgemeine Einstellung und Motivaton durch Audiolernen. Zeichne deine Aktivitäten auf und analysiere, wo es Verbesserungspotenzial gibt.

Ja, das waren 5 Sätze. Sorry.

Wenn du nur einen dieser Tipps umsetzt, dann wirst du deine Produktivität und Ergebnisse massiv steigern.

Falls du mit deinen Waden nicht zufrieden bist, kannst du ja auch Arnold’s Methode probieren. Wenn ja, dann schick uns Bilder von den Hosen und nach dem Training von deinen Waden 😉

Deine nächsten Schritte

Wenn du noch nicht für „Vom Studium zum Traumjob“ registriert bist, dann solltest du das jetzt machen.

Hier erfährst du mehr…

Nächste Schritte

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Autor: Florian Märzendorfer

Fan von indischem Essen, Finanzplaner & Co-Founder von FiP.S.

Hasst Strandurlaube & verabscheut Beistrichregeln.

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