Hast du diese 3 entscheidenden Geld-Mindsets? - Teil 1
Ein 66 Yard Lauf zum vermeintlichen Touchdown…
Wir schreiben den 25. Oktober 1964. Minnesota Vikings vs. San Francisco 49ers. Falls dir die Namen nichts sagen – wir spielen American Football. Die 49ers fumblen den Ball und Jim Marshall, ein Verteidiger der Vikings, schnappt sich den Ball und macht sich auf den Weg in die Endzone. 66 yards später erreicht er sie. Doch als er realisiert, was passiert ist, freut er sich nicht…
Er lief in die falsche Richtung. Er hat den Ball in die eigene Endzone getragen. Kannst du dir vorstellen wie Marshall sich gefühlt haben muss, als er seinen Fehler realisierte? Das Erlebnis hätte ihn zerstören können. Doch das tat es nicht. Marshall akzeptierte den Fehler. Er spielte weiter. Und zwar eines seiner besten Spiele. Er war zu einem großen Teil verantwortlich dafür, dass die Vikings trotzdem als Sieger vom Platz gingen.
Jim Marshall hatte die richtige Einstellung und das richtige Mindset um seinen Fehler zu akzeptieren, daraus zu lernen und sich dadurch nicht zerstören zu lassen.
Mindset und Einstellung sind nicht nur bei Sportlern kampfentscheidend. Ich würde behaupten das richtige Mindset ist in jedem Lebensbereich ein wesentlicher Faktor, wenn nicht sogar DER Faktor schlechthin.
Genau aus diesem Grund sehen wir uns in diesem Artikel 3 entscheidende Geld-Mindsets an.
Starten wir mit Nummer 1…
Mindset: Fokussiere dich auf das was du beeinflussen kannst
Das gilt generell im Leben. Du solltest aufhören dich mit Dingen zu beschäftigen, die du nicht beeinflussen kannst. Ich habe zum Beispiel nie verstanden, wie sich jemand über das Wetter ärgern kann. Du kannst es nicht ändern, so wie es ist, ist es.
Sich darauf zu fokussieren was du beeinflussen kannst, unterscheidet wirklich erfolgreiche Menschen von erfolglosen Menschen. Nein, du wirst nicht erfolglos sein, weil du dich mal über das Wetter beschwerst. Aber wenn du dich generell auf Dinge konzentrierst die du nicht beeinflussen kannst, dann machst du dir dein Leben unnötig schwerer.
Was bedeutet das jetzt speziell für das Thema Geld und Finanzen?
Sich über das Zinsniveau zu beschweren ist menschlich, bringt dir aber nichts. Du kannst nicht beeinflussen, wie viel oder wie wenig Zinsen es am Sparkonto gerade gibt.
Was du aber beeinflussen kannst ist, was du machst. Du kannst dich beschweren, lamentieren und ärgern. Wird das helfen? Wird das die Zinsen steigen lassen? Nope. Aber wenn du dein Geld länger nicht brauchst, dann solltest du dein Geld investieren. Sowohl langfristig (schau dir dazu den Artikel Langfristige Anlage an) als auch mittelfristig (sieh dir dazu den Artikel Das 3-Topf-System der Geldanlage an). Das kannst du kontrollieren und beeinflussen.
Du könntest dich auch um dein Gehalt kümmern
Es geht nicht nur darum dein Geld sinnvoll anzulegen. Du solltest auch versuchen mehr zu verdienen. Regelmäßig ein bisschen mehr bei der Gehaltsverhandlung rauszuholen, (oder überhaupt zu verhandeln) wirkt sich langfristig dramatisch auf dein Vermögen aus.
Du kannst dein Gehalt beeinflussen. Wie hart arbeitest du daran mehr zu verdienen? Gehalt verhandeln ist ein Paradebeispiel dafür sich auf das zu fokussieren was man beeinflussen kann. Nehmen wir an bei dir im Unternehmen ist es unmöglich mehr als 5 % Erhöhung pro Jahr zu bekommen.
Ich gehe jetzt nicht darauf ein, dass das vielleicht einfach ein limitierender Glaubenssatz ist bzw. eine psychologische Barriere (mehr dazu kannst du in unserem Gastartikel auf karriere.at nachlesen). Gehen wir davon aus, dass mehr als 5 % pro Jahr wirklich unmöglich sind.
Wenn das der Fall ist, dann solltest du dich darauf konzentrieren jedes Jahr 5 % zu bekommen. Sich darüber zu beschweren, dass nicht mehr als 5 % möglich sind, ist vergeudete Energie & Zeit.
Wenn ändern wie oben beschrieben wirklich nicht möglich ist, dann akzeptiere es oder wechsle den Job. Wenn du den Job nicht wechselst, dann setze alles daran jedes Mal die 5 % rauszuholen – indem du besser bei der Gehaltsverhandlung wirst. Was du auf keinen Fall machen solltest, ist über die 5 % zu jammern – das bringt dich nicht weiter.
Du kannst dir dazu unseren kostenlosen “Fahrplan zur (fast) garantierten Gehaltserhöhung” downloaden.
Kommen wir nochmals zurück zum Thema Geldanlage
Was du bei der Geldanlage ebenfalls nicht beeinflussen kannst, ist die Entwicklung der Märkte. Du startest vielleicht mit deiner Anlage und ein Jahr später fallen die Märkte um 40 %. Das kannst du nicht kontrollieren oder beeinflussen. Wenn du deine Anlage richtig strukturiert hast, dann trifft dich der Einbruch entweder nicht mit der vollen Härte und/oder du hast so lange Zeit, dass dir die 40 % Minus zu diesem Zeitpunkt egal sein können.
- den richtigen Anlagehorizont wählen und
- die richtige Veranlagungsstrategie.
Das gilt natürlich speziell, wenn so etwas kurz nach Beginn der Anlage passiert. Wenn du kurz vor Entnahme des Geldes bist, dann sollte die Veranlagung sowieso so gewählt sein, dass dich die 40 % Minus an den Märkten nicht mehr wirklich betreffen.
Was du natürlich maßgeblich beeinflussen kannst ist, wofür du Geld ausgibst. Und genau das bringt uns zu Mindset #2.
Mindset: Es ist ok Geld auszugeben - wenn du es bewusst machst und für die Dinge, die du liebst
Wie viel Geld bleibt dir monatlich übrig? Anders gefragt: Wie hoch ist deine monatliche Sparrate?
Falls du nicht sofort eine Antwort darauf hast, dann ist das okay, aber wir sollten das ändern. Um vernünftig über Geld nachdenken zu können, musst du wissen wie viel Kohle dir monatlich übrig bleibt.
- “Wie viel Geld bleibt mir monatlich übrig?”
ist allerdings nicht die Frage die du dir stellen solltest. Die richtige Frage lautet:
- „Wie viel Geld gibst du monatlich aus und für was?“
Genau darum geht’s bei diesem Mindset. Es ist völlig ok Geld auszugeben – wenn du es bewusst machst. Du solltest dein Geld für etwas ausgeben, das dir wirklich Freude macht. Versteh’ mich nicht falsch, das bedeutet natürlich nicht, dass du jedes Monat mehr ausgeben solltest als du hast – auch wenn dir die Dinge und Aktivitäten die du damit bezahlst Freude bringen.
Bewusst Geld auszugeben bedeutet, dass du dir aktiv Gedanken dazu machst wie du dein Geld verwendest
Und dann gibst du es für das aus was du wirklich liebst, während du alles andere ignorierst. Ok, du wirst vermutlich die Stromrechnung nicht lieben – bezahlen musst du sie trotzdem. Aber ich hoffe du weißt worauf ich hinauswill. Machen wir dazu ein Beispiel…
Wofür gebe ich persönlich kein Geld oder sehr wenig aus?
- Schuhe
Ich besitze insgesamt 9 Paar Schuhe. Ein Paar Sneakers, die ich in der Freizeit und manchmal im Büro trage. Zwei Paar “Business-Schuhe” die ich für besondere Anlässe verwende. Ein Paar Trainingsschuhe für das Fitnessstudio. Ein Paar sehr harte und stabile Bergschuhe. Ein Paar leichte Bergschuhe und ein Paar warme Winterschuhe.
Paar Nummer Acht sind leichte Laufschuhe (nur für Sprints; solltest du mich jemals länger laufen sehen, dann ruf die Polizei – irgendwer verfolgt mich und ich brauche Hilfe). Paar Nummer Neun sind alte Businessschuhe die ich schon längst wegschmeißen sollte.
Wenn ein Paar langsam kaputt geht, dann tausche ich es. Aber ich habe zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Paar Schuhe. Ich denke nicht mal an einen Schuhkauf, bis eben ein Paar einfach ausgetauscht werden muss. Meine Ausgaben für Schuhe halten sich also in Grenzen, da mir eine riesige Schuhauswahl persönlich einfach nicht wichtig ist (vielleicht ändert sich das ja mal).
- Mobiltelefone / technische Gadgets:
Ich kaufe sehr selten teure technische Gadgets. Mein Handy hat damals um die 150 € gekostet – es ist ein Moto G3 oder 4 (ja, ich weiß es wirklich gerade nicht) mit Android – Betriebssystem. Wenn ich ein neues Telefon brauche (=das alte Telefon ist kaputt oder so langsam, dass es mich regelmäßig zu nerven beginnt), werde ich kurz die günstigsten Android Telefone recherchieren und vermutlich den Nachfolger des Moto G3/4 kaufen.
Der Kostenpunkt liegt höchstwahrscheinlich unter 200 € und ich werde das Gerät wieder mindestens 5 Jahre haben. Für mich reicht das. Mir ist nicht wichtig, dass ich das neueste, schnellste und coolste Gerät habe.
Was ist mir persönlich wichtig? Oder: Wofür gebe ich liebend gerne Geld aus?
- Bücher & Kurse
Ich habe eine einfache Regel bei Büchern – wenn ich es spannend finde, dann kaufe ich es. Neu oder gebraucht ist mir egal. Ob es 5 € oder 20 € kostet ist mir ebenfalls egal. Außerdem investiere ich Geld in Weiterbildung. Der letzte Online-Kurs den ich gekauft habe, hat 1.400 € gekostet. Ich habe Fitnessprogramme gekauft, Online-Kurse rund um die Themen Marketing, Artikelschreiben, Präsentationstechniken, etc. Das ist etwas, das mir wichtig ist. Deshalb gebe ich genau dafür Geld aus und kürze gnadenlos andere Ausgaben.
- Essen
Ich gehe zwar nicht jede Woche auswärts essen, aber wenn ich essen gehe, dann wirst du mich niemals über die Preise nachdenken sehen. Genauso handhabe ich es auch beim Einkauf für zuhause. Wenn ich Fleisch kaufe, dann Bio und am besten vom lokalen Bauern (Mein Favorit: Angus Rind). Du wirst mich niemals Bodenhaltungs-Eier kaufen sehen und Fertiggerichte ebenfalls nicht. Essen ist mir wichtig und ich habe kein Problem damit, dafür mehr Geld auszugeben. Wie oben erwähnt: Ich kürze dafür an anderer Stelle meine Ausgaben.
Den kleinen Fisch den du oben in der Grafik gesehen hast, wirst du bei mir im Kühl- oder Gefrierschrank allerdings nie finden. Mit Fisch, Meeresfrüchten & Co kannst du mich jagen.
Wenn dir die technischen Gadgets Freude machen – perfekt. Wenn du Schuhe liebst – dann bitte kauf’ dir so viele wie du willst. Kürze dafür kompromisslos an anderen Stellen. Und zwar bei Dingen die dir nicht so wichtig sind. Machen wir noch ein Beispiel…
Sagen wir du kennst jemanden, der jedes Jahr 8.000 € für Kleidung ausgibt
Nennen wir ihn mal Fred.
Fred gibt also jedes Jahr 8.000 € nur für Kleidung aus. Das hört sich für manche vollkommen verrückt an. Aber was, wenn Freds Leidenschaft Kleidung ist? Er hortet die Kleidung nicht, sondern gibt jedes Jahr einen großen Teil zur Kleiderspende und deckt sich dann wieder neu ein. Du denkst dir vielleicht:
„Was für eine unglaubliche Geldverschwendung.”
Doch was ist, wenn Fred gut verdient? Sein Gehalt beläuft sich auf 50.000 € netto im Jahr. Aktuell lebt er in einer günstigen Mietwohnung. Fred gibt außerdem kein Geld für auswärts Essen gehen aus, sondern kocht immer zuhause. Sein Fitnessstudio ist das billigste in der Stadt und er macht nur jedes 2. Jahr eine Reise – und diese dann als Backpacker. Reisen ist Fred zwar wichtig, aber er gibt dafür kein Geld für teure Hotels aus.
Außerdem spart Fred aktuell 400 € langfristig für seine Altersvorsorge und 600 € für seine mittelfristigen Ziele. Seine Absicherung sitzt ebenfalls – er hat alle must-have und den Großteil der good-to-have Versicherungen.
Am Ende jedes Monats bleibt ihm einiges an Kohle übrig – und einen Teil dieses Geldes “investiert” er in etwas das ihm unglaublich wichtig ist: Kleidung 🙂
Ich denke das ist sehr unwahrscheinlich. Es ist mir einfach nicht so wichtig. Vielleicht ändert sich das irgendwann (wobei ich nicht darauf wetten würde 😉 ). Das ist nicht der Punkt. Das Ziel sollte es nicht sein bei allen Themen einzusparen oder bei keinem Thema zu sparen. Denke darüber nach, was dir persönlich wirklich wichtig ist. Dafür solltest du Geld ausgeben. Es geht darum beim Thema Geld ausgeben bewusste Entscheidungen zu treffen.
Was das genau ist, musst du selbst entscheiden und wird für jede Person anders sein. Was nicht anders sein sollte ist das tieferliegende Mindset: Es ist ok Geld auszugeben – wenn du es bewusst machst und für die Dinge, die du liebst. Ohne dieses Mindset zerstörst du vielleicht dauerhaft deine finanzielle Gesundheit.
Wenn sein Mindset ihm nicht erlaubt hätte, den Fehler zu akzeptieren, dann hätte das schwerwiegende Folgen für das Spiel, seine Karriere und sein Leben haben können.
Genauso wie es für dich schwerwiegende Folgen haben kann, wenn du die Mindsets in diesem Artikel ignorierst.
Was das genau zu bedeuten hat, kannst du im zweiten Teil nachlesen.
Häufige Fragen zum Money Mindset
Was ist ein Money Mindset (Geld-Mindset)?
Was ist ein Money Mindset (Geld-Mindset)?
Ein Money Mindset ist die innere Einstellung, mit der du an Geld herangehst, also die Summe deiner Überzeugungen, Gewohnheiten und Reaktionen rund um Verdienen, Ausgeben, Sparen und Anlegen. Es entscheidet darüber, ob du dich über das Zinsniveau ärgerst oder dein Geld investierst, ob du nach einem Börseneinbruch verkaufst oder ruhig bleibst, und ob du Geld bewusst ausgibst oder es dir einfach durch die Finger rinnt. Das Mindset ist damit in jedem Lebensbereich ein wesentlicher Faktor, beim Geld vielleicht sogar der entscheidende.
Wir halten drei Geld-Mindsets für entscheidend. Erstens: Fokussiere dich auf das, was du beeinflussen kannst, also deine Sparrate, deinen Anlagehorizont, deine Strategie und dein Gehalt, statt auf Zinsen, Märkte oder das Wetter. Zweitens: Es ist okay, Geld auszugeben, wenn du es bewusst machst und für die Dinge, die du wirklich liebst. Drittens: Du kannst dir mit Geld Zeit zurückkaufen. Geld lässt sich wieder verdienen, Zeit nicht, deshalb lohnt es sich, Aufgaben, die dich Stunden kosten und dir nichts bringen, gegen Geld auszulagern oder abzukürzen. Mehr dazu im zweiten Teil dieses Artikels.
Warum beeinflusst die Einstellung zu Geld den Kontostand?
Warum beeinflusst die Einstellung zu Geld den Kontostand?
Die Einstellung zu Geld beeinflusst den Kontostand, weil sie bestimmt, was du tust, und nicht, was du weißt. Zwei Menschen mit demselben Gehalt und demselben Wissen landen mit unterschiedlichem Mindset bei völlig unterschiedlichem Vermögen. Ein Beispiel: In deinem Unternehmen sind maximal 5 % Gehaltserhöhung pro Jahr möglich. Wer sich darüber beschwert, verliert Energie und Zeit. Wer sich stattdessen darauf konzentriert, diese 5 % jedes Jahr wirklich zu bekommen, hat nach zehn Jahren ein um mehr als die Hälfte höheres Gehalt als jemand, der nie verhandelt hat.
Dasselbe gilt bei der Geldanlage. Fallen die Märkte ein Jahr nach deinem Start um 40 %, kannst du das nicht beeinflussen. Beeinflussen kannst du nur den Anlagehorizont und die Strategie, die du vorher gewählt hast. Wer das richtige Mindset hat, hat beides so gewählt, dass ihm der Einbruch egal sein kann, und lässt das Geld liegen. Wer es nicht hat, verkauft im schlechtesten Moment. Und beim Ausgeben entscheidet das Mindset darüber, ob du weißt, wofür dein Geld draufgeht, oder ob du am Monatsende nur feststellst, dass nichts übrig ist.
Welche Glaubenssätze über Geld sollte man hinterfragen?
Welche Glaubenssätze über Geld sollte man hinterfragen?
Fünf Glaubenssätze über Geld solltest du hinterfragen, weil sie dich Geld kosten:
- „Mehr als 5 % Gehaltserhöhung sind bei uns unmöglich.“ Oft ist das keine Tatsache, sondern eine psychologische Barriere. Und selbst wenn es stimmt, bleiben die 5 % jedes Jahr dein Job, oder du musst abwägen, ob ein Jobwechsel für dich persönlich nicht sinnvoller ist.
- „Bei den Zinsen bringt Sparen sowieso nichts.“ Das Zinsniveau kannst du nicht ändern, aber du kannst Geld, das du länger nicht brauchst, investieren statt am Sparbuch liegen zu lassen.
- „Geld ausgeben ist schlecht, ich muss überall sparen.“ Falsch. Du darfst Geld ausgeben, bewusst und für das, was du liebst, wenn du dafür an anderer Stelle kompromisslos kürzt.
- „Wenn die Märkte um 40 % fallen, habe ich alles verloren.“ Nur, wenn du mit dem falschen Horizont investiert hast oder in Panik verkaufst. Mit der richtigen Struktur ist der Einbruch entweder abgefedert oder liegt so weit vor der Entnahme, dass er dir egal sein kann.
- „Mir bleibt am Monatsende halt nichts übrig.“ Das ist keine Eigenschaft deines Gehalts, sondern das Ergebnis unbewusster Ausgaben. Wer sich einmal die Frage stellt „Wie viel gebe ich monatlich aus und wofür?“, findet fast immer Geld, das vorher scheinbar nicht da war.
Wie kann ich mein Money Mindset verbessern?
Wie kann ich mein Money Mindset verbessern?
Dein Money Mindset verbesserst du mit vier einfachen Übungen:
- Stell dir bei jedem Ärger über Geld die Fokus-Frage: Kann ich das beeinflussen? Zinsen, Märkte und die Gehaltspolitik deines Arbeitgebers kannst du nicht ändern, deine Sparrate, deinen Anlagehorizont, deine Strategie und dein Verhandlungsgeschick schon. Alles aus der ersten Gruppe ignorierst du ab sofort, alles aus der zweiten packst du an.
- Ersetze die Frage „Wie viel bleibt mir übrig?“ durch „Wie viel gebe ich aus und wofür?“ und beantworte sie einmal ehrlich, am besten schriftlich.
- Mach zwei Listen: wofür du gerne Geld ausgibst, weil es dir wirklich wichtig ist, und wofür du Geld ausgibst, obwohl es dir egal ist. Bei der zweiten Liste kürzt du kompromisslos, bei der ersten erlaubst du dir ohne schlechtes Gewissen mehr.
- Leg bei der Geldanlage einmal Horizont und Strategie fest und hör danach auf, die Kurse zu checken.
Welche Geld-Gewohnheiten führen zu Wohlstand?
Welche Geld-Gewohnheiten führen zu Wohlstand?
Zu Wohlstand führen vor allem sechs Geld-Gewohnheiten. Erstens weißt du jederzeit, wie viel du ausgibst und wofür. Zweitens sparst du automatisch, bevor du ausgibst, mit einem festen Betrag für die Altersvorsorge und einem für mittelfristige Ziele. Drittens verhandelst du dein Gehalt regelmäßig, statt auf die nächste Erhöhung zu warten. Viertens gibst du Geld bewusst aus, großzügig für das, was du liebst, und gnadenlos gekürzt bei allem anderen. Fünftens hast du deine Absicherung erledigt, damit ein einziger Schadenfall nicht alles zerstört. Sechstens investierst du langfristig und lässt das Geld dann in Ruhe, egal was die Märkte machen.
Ein Beispiel: Fred verdient 50.000 € netto im Jahr, wohnt günstig, kocht zuhause, trainiert im billigsten Fitnessstudio und reist nur jedes zweite Jahr, dafür als Backpacker. Er spart automatisch 400 € im Monat für das Alter und 600 € für mittelfristige Ziele, seine Must-have-Versicherungen sitzen. Und dann gibt er jedes Jahr 8.000 € für Kleidung aus, weil das seine Leidenschaft ist. Von außen sieht das nach Verschwendung aus. In Wahrheit ist Fred das Musterbeispiel für bewusste Gewohnheiten: Sparen, Absichern und Investieren laufen automatisch, und das Geld, das übrig bleibt, geht in das, was ihm wirklich wichtig ist. Wohlstand entsteht nicht durch Verzicht auf alles, sondern durch Verzicht auf das Unwichtige.
Bevor du gehst…
Wenn du nicht nur deine Mindsets verändern möchtest, sondern generell deine Finanzen, Versicherungen & Co auf Vordermann bringen willst, dann hast du dazu zwei Möglichkeiten:
1. Hol dir als erstes unseren ultimativen Finanzplanungsguide für Jung-AbsolventInnen (ja, du bist auch noch jung, wenn du schon einige Jahre arbeitest 😉 ).
Dort erfährst du unter anderem was die 3 größten Fehler sind die du als Uni- und FH-AbsolventIn machen kannst, wenn’s um deine Versicherungen, Finanzen und Co geht. Außerdem zeigen wir dir welche Versicherungen du wirklich brauchst (und welche sinnlos sind) und wie du bei deiner langfristigen Vorsorge tausende Euros mehr rausholst.
2. Du kannst auch sofort mit uns sprechen. Kostenlos, online, unverbindlich und per Video. Erfahre mehr zur smarten Finanzplanung hier: