Hör auf Geld für dein Bankkonto zu verschwenden (Inklusive Step-by-Step Guide wie du das beste Gratiskonto für dich findest)

Bankwechsel: Hör auf Geld für dein Bankkonto zu verschwenden

Hast du gewusst, dass du ohne Training schnellere Muskeln, bessere Gehirnfunktionen, mehr Ausdauer und ein spitzenmäßiges Gleichgewichtsgefühl bekommen kannst?

Zumindest verspricht das Power Balance Armband das. Vor einigen Jahren hatten etliche Sportler und auch Privatpersonen dieses schwarze Silikonarmband an ihrem Handgelenk. Speziell in den USA war es stark verbreitet.

Um die angesprochenen Effekte zu erzielen muss man sich zwangsläufig die Frage stellen, ob die Hersteller einen hauseigenen Zauberer haben, der die Bänder magisch verändert.

Unzählige Studien haben gezeigt, dass dies alles kompletter Humbug ist. Das Armband hat so viel Kraft, wie wenn du dir deine Schnürsenkel um dein Handgelenk wickelst. 2011 gaben Führungskräfte des Unternehmens dies im Rahmen einer Klage auch zu. Das Unternehmen existiert noch (um genau zu sein: Die Markenrechte wurden in eine neues Unternehmen transferiert).

Es gibt also definitiv noch immer Menschen, die ihr Geld für die Armbänder ausgeben – ohne Mehrwert zu bekommen.

Genau wie viele Leute noch immer Geld ausgeben für ihr Bankkonto. Und das ebenfalls, ohne wirklichen Mehrwert zu bekommen.

Versteh uns nicht falsch, wenn du das spezielle Onlinebanking gerne hast oder die Funktionalität so genial ist, dass du dafür etwas bezahlst, dann mach das. Wenn du aber ein ganz einfaches Bankkonto mit Onlinebanking haben willst, dann gibt’s Lösungen, für die du keinen Cent bezahlen musst.

Die meisten von uns eröffnen ein Bankkonto und wechseln ewig nicht

In Wahrheit sind wir einfach zu faul bzw. glauben der Wechsel sei mit viel Aufwand verbunden. Die Chance ist relativ hoch, dass dein Bankkonto noch aus deiner Jugendzeit ist oder du es während deines Studiums eröffnet hast, da es damals gratis war. Jetzt kostet es etwas oder die Bank hat schon angekündigt, dass sie bald Gebühren verlangen muss. ”Jetzt war das Konto eh so lange gratis” wird hier gerne als Erklärung benutzt.

Das kostet dich ein Bankkonto mit Gebühren

Im Durchschnitt kostet dich ein Konto bei deiner “Hausbank” zwischen 80-150 € pro Jahr. Über 15 Jahre reden wir hier bei moderater Verzinsung (wenn du das Geld anlegst) von 1.500 bis 3.000 €. Und das OHNE wirklichen Mehrwert gegenüber einem Gratiskonto. Der fehlende Mehrwert ist der entscheidende Punkt. Bei 3.000 € kaufst du dir 6 iPhones, kaufst dir 30 Amazon Fire Tablets oder fliegst 20 mal nach London.

Du brauchst aber keine 30 Jahre, um zu profitieren, anstatt zwischen 80 – 150 € jedes Jahr zu verlieren kannst du zB ein Audible-Abo nutzen und dich weiterbilden. Oder du gehst einfach schön Essen damit.

Das kostet dich ein Bankkonto mit Gebühren

Zinsen bekommst du da und dort keine großartigen

Dies ist im aktuellen Niedrigzinsumfeld (Stand 2021) und wenns um 1-2 Jahre geht auch irrelevant. Aber weshalb bezahlst du dann auch noch Gebühren? Du erhältst dafür keinen speziellen Service, den eine Onlinebank mit Gratiskonto nicht auch liefert. Oder wie oft bist du wirklich in der Bank?

Wenn du deine Versicherungen, Geldanlagen und Altersvorsorge nur über die Bank abwickelst, dann ist das ein ganz anderes – nämlich zusätzliches – Problem. Kein Versicherer und keine Bank kann in jedem Bereich die beste Lösung bieten. Das wäre wie wenn Marcel Hirscher neben seinen Erfolgen im Skisport auch noch 100m Sprintolympiasieger ist, beim Synchronschwimmen Weltmeister und Quarterback in der NFL. Wäre zwar cool, aber es geht nicht.

Du zahlst also in dem Fall nochmal drauf.

Eine günstige und seriöse Online-Bank zu finden ist ganz einfach

Mache folgende Schritte.

1. Schritt:
Gehe auf https://www.bankenrechner.at/girokonto und füll die Felder aus. Du bekommst dann eine Liste von Konten und den damit verbundenen Kosten.

Update Dezember 2021: Inzwischen ist es schwierig bzw. fast unmöglich ein komplett kostenloses Konto zu finden. Auch die Online-Suche über den Bankenrechner liefert unbefriedigende Ergebnisse. Aber was du mit dem Rechner weiterhin machen kannst, ist dir in Frage kommende Banken anzusehen.

2. Schritt:
Wähle einfach die ersten 10 – 12 Institute die du findest und schau dir dann direkt auf der jeweiligen Unternehmenswebseite die aktuellen Angebote an. Der Bankenrechner ist nicht immer topaktuell, deshalb lohnt sich der Check auf der Webseite der jeweiligen Bank. Es ist im Grunde egal wen du hier auswählst. Schau dir die Seiten kurz an und wähle die Bank, die dir am sympathischsten ist. Ich persönlich nutze die easybank.

3. Schritt:
Eröffne dein Konto und lass dir keinen Blödsinn andrehen. Vergiss nicht, du machst dieses Konto nur als Gehaltskonto. Bei vielen Anbietern ist eine komplette Gratiskreditkarte dabei. Das ist ok und sinnvoll, aber mach keine Versicherungen oder Veranlagungen dort. Das bereust du später.

Bonusschritt:
Als ich diesen Artikel 2017 geschrieben habe, gab es noch nicht so viele Neo-Banken am Markt. Inzwischen gibt es seit einiger Zeit auch N26, Revolut & Co in Österreich. Wenn du willst, dann kannst du dir dort auch ein Zweitkonto eröffnen und die niedrigste Stufe (= gratis) wählen.

Gerade hier, sei aber darauf hingewiesen: Du machst dir dieses Konto nicht um Dinge zu kaufen die eigentlich nicht notwendig sind. Die Neo-Banken verkaufen gerne kleine, unnötige Versicherungen, auf die du verzichten kannst 😉

Der Wechsel deiner Bank ist übrigens nicht aufwendig

Einer der Hauptgründe weshalb häufig nicht gewechselt wird ist der damit vermeintlich verbundene Aufwand. Die Kontoschließung bei der bestehenden Bank inklusive Überweisung des Restguthabens funktioniert aber vollautomatisch. Inzwischen sind die Banken auch gesetzlich dazu verpflichtet den Kontowechsel zu erleichtern (also Details zu Überweisungen, Daueraufträgen, etc. zu übermitteln).

Wenn das nicht passiert, dauert es trotzdem nicht lange

Du checkst einmal in deinem jetzigen Onlinebanking deine Daueraufträge und Abbucher und änderst sie dann entsprechend bei den jeweiligen Unternehmen. (Anmerkung: Falls du diesen Artikel als FiP.S KlientIn liest und ein Kontowechsel bevorsteht – kurze Message genügt, wir kümmern uns um den Rest).

Der nächste Schritt ist die Automatisierung deiner Finanzen

Damit du dir nicht nur Geld, sondern auch Zeit sparst und nicht mehr darüber nachdenken musst. Zum Start gibt es zwei einfache Wege.

1.

Variante

Das ist die Basisoption zum Start.

Du hast dein Online-Gehaltskonto und eröffnest ein zweites Sparkonto bei der Bank (das ebenfalls gratis sein sollte; oder du nutzt eine der vorhin erwähnten Neo-Banken). Dorthin kannst du alles, was am Ende des Monats übrigbleibt, überweisen. Wenn du das bereits jetzt machst, dann überprüfe, ob du eh keine Gebühren zahlst.

2.

Variante

Diese Variante empfehlen wir dir auf Dauer.

Du hast hier genauso ein Gratiskonto und ein Sparkonto zum Geld parken. Dort bunkerst du aber nur Geld für Dinge, die du innerhalb der nächsten 5 Jahren brauchst. Jegliches Vermögen, das du länger nicht benötigst, solltest du anfangen sinnvoll zu investieren.

Wenn du deine Finanzen automatisierst, sparst du jeden Monat den richtigen Betrag für dein Haus, dein Auto und deine ganzen anderen Ziele. Gleichzeitig kannst du völlig entspannt die Dinge kaufen, die du möchtest. Ohne Gewissensbisse. Wie das im Detail funktioniert, kannst du in unserem Artikel zu den Vorteilen der Geldanlageautomatisierung nachlesen.

Aber was wenn du jetzt etwas Spezielles von der Bank brauchst?

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass die Hotlines der Onlinebanken generell gut funktionieren (das gilt jetzt vor allem für die easybank, mit N26 & Co habe ich noch nicht telefoniert). Ich habe vor kurzem eine größere Überweisung getätigt und bekam um 19:00 Uhr noch den Anruf, ob das wirklich richtig ist und sie die Überweisung durchführen sollen.

Als ich meine Kreditkarte sperren lassen musste aufgrund falscher Abbucher (ich war NICHT in China und hab dort Geld behoben 😉 ), wurde alles problemlos rückabgewickelt und erledigt. Für andere Dinge brauchst du die Bank nicht.

Der Mythos, dass du bei der Hausbank eine bessere Finanzierung für später bekommst ist ebenfalls einfach nur eines: Ein Mythos.

Verschwende kein Geld für sinnlose Gebühren, weil du glaubst, dass du dann in 10 Jahren mal ein besseres Zinsangebot für deine Hausfinanzierung bekommst. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun und wenn’s um den Kredit geht, dann ist es völlig irrelevant, ob du vorher bei der Bank Kunde warst oder nicht.

Alles nochmal in Kurzform

  • Check dein Bankkonto und schau ob du Gebühren zahlst. Meist mit Studienende bzw. einige Monate (manchmal Jahre) danach wird vom Gratiskonto auf das Konto mit Gebühren umgestellt. Verschwende nicht dein Geld für Gebühren ohne Mehrwert. Sei dir aber bewusst, dass, in der aktuellen Niedrigzinsphase, Gratiskonten fast nicht mehr existieren. Du suchst also das beste Preis-/Leistungsverhältnis.
  • Such‘ dir eine seriöse Direktbank und eröffne ein (fast) Gratiskonto. Schließ dort keine zusätzlichen Dinge ab. Du willst nur das (fast) Gratiskonto. Eine Kreditkarte, die nichts kostet ist ok, aber lass dir nicht irgendetwas andrehen.
  • Das Konto ist nur der erste Schritt. Automatisiere in der Folge auch deine Finanzen, damit du nicht mehr darüber nachdenken musst.

Falls in deiner Bankfiliale ein Zauberer arbeitet (vielleicht derselbe der die Power Balance Armbänder verhext?) … und dein Konto magischerweise mit 10 % Zinsen pro Jahr austattet, dann sind die Kontoführungsgebühren ok.

Ansonsten wechsle so schnell wie möglich und spar dir diese Ausgaben.

Dein nächster Schritt?

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Nächste Schritte
Autor: Florian Märzendorfer

Fan von indischem Essen, Finanzplaner & Co-Founder von FiP.S.

Hasst Strandurlaube & verabscheut Beistrichregeln.

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