In Immobilien investieren: Strategien, Tipps & Möglichkeiten | FiP.S

Erfolgreich in Immobilien investieren: Strategien & Tipps

Immobilieninvestment

In diesem Artikel gehen wir intensiv auf das Thema Immobilieninvestment ein. Wie funktionieren sie? Welche Möglichkeiten gibt es und wo liegen die Unterschiede? 

Die wichtigsten Erkenntnisse
  • Es gibt nicht die eine richtige Variante. Welche zu dir passt, hängt von deinem Ziel, deinem Aufwand und deinem Kapital ab, von der Vorsorgewohnung über das Bauherrenmodell bis zu Fonds und Nachrangdarlehen. 
  • Die Renditen sind oft niedriger und der Aufwand höher, als viele denken. Grob nach Steuer sind es rund 2 bis 3 % bei der Vorsorgewohnung, 2 bis 4 % bei der selbst vermieteten Wohnung und 4 bis 6 % beim Bauherrenmodell. Nachrangdarlehen bringen brutto rund 5 bis 8 %, allerdings mit Totalverlustrisiko. 
  • Aufwand und Liquidität gehen weit auseinander. Eine selbst vermietete Wohnung kann im ersten Jahr über 100 Stunden kosten, ein Bauherrenmodell bindet dich oft mehr als 20 Jahre, und einen offenen Immobilienfonds kannst du meist täglich verkaufen. 
  • Das Bauherrenmodell punktet steuerlich, weil Anlaufverluste deine Steuerlast senken. Dafür trägst du eine gewisse Steuerunsicherheit (Liebhaberei, Anerkennung der Anfangsverluste) und beim großen Modell zusätzlich ein Baurisiko. 
  • Bei der selbst vermieteten Wohnung bist du Hausverwalter, Vermieter und Servicehotline in einem. Bei allen anderen Varianten gibst du diese Verantwortung ab. 
  • Gerade wenn du jung bist und einen langen Horizont hast, ist ein breit gestreutes Fonds-/ETF-Investment oft die stärkere Wahl, und Immobilien kannst du auch später noch beimischen. Am Ende zählt, was zu dir passt, und nicht, was gerade angesagt ist. 
Welches Immobilieninvestment schmeckt dir am besten?
Speisekarte

Stell dir vor du sitzt das erste Mal in einem bestimmten Restaurant. Deine Bedienung nimmt schon mal deine Getränkebestellung entgegen und du bekommst die Speisekarte. Und jetzt passiert es. Du bist paralysiert.

Jedes Gericht liest sich besser als das andere. Du bist dir nicht sicher, welches du nehmen sollst. Du kannst nicht alle auf einmal essen, sonst wird dir schlecht. Wie sollst du dich entscheiden?

Für die meisten von uns wird das kein großes Problem darstellen. Wir nehmen einfach ein Gericht und probieren das nächste Mal ein anderes.

Wenn es um Immobilieninvestments geht, dann sieht die Sache schon anders aus

Auch hier hast du eine große Auswahl. Wie auf der Speisekarte im Restaurant. Vieles schaut gut und spannend aus. Doch die Entscheidung ist nicht so einfach. Du kannst nicht einfach in irgendwas investieren und nächste Woche ein anderes Gericht probieren. Eine falsche Auswahl ruiniert dir nicht einen einzelnen Abend, wie das vielleicht ein suboptimales Gericht macht. Die falsche Wahl beim Investieren in Immobilien kostet dich Nerven, viel Geld und eine Menge Zeit.

Der falschen Wahl wollen wir vorbeugen

Deshalb beleuchten wir in diesem Artikel drei große Themen:

  • Wie funktioniert ein Immobilieninvestment?
  • Welche Risiken, Vorteile, Nachteile, Renditeerwartungen haben die einzelnen Varianten?
  • Für wen kann ein Immobilieninvestment sinnvoll sein?

Zum Abschluss bekommst du noch meine persönlichen Gedanken zu jedem Investment und jeweils ein explizites Praxisbeispiel.

Bereit? Legen wir los 🙂

Wie Immobilieninvestment funktioniert

Bevor wir die einzelnen Varianten durchgehen sollten wir zwei Dinge besprechen: Warum willst du überhaupt in Immobilien investieren und nach welchen Kriterien kannst du jede Variante bewerten.

Ziele, Chancen und typische Erwartungen

Die wichtigste Frage bevor du irgendwas kaufst sollte „Warum überhaupt?“ sein. Speziell bei Immobilien lohnt es sich in sich zu gehen und sich zu fragen:

  • Brauchst du die „vermeintliche“ Sicherheit einer Immobilie?
  • Hast du schon andere Investments (Wertpapierdepot & Co) und willst dein Vermögen streuen?
  • Oder weißt du schlicht nicht, was du sonst mit dem Geld machen sollst und was überhaupt deine Alternativen wären?

Dein Ertrag besteht bei den meisten Immobilien-Varianten aus den laufenden Mieteinnahmen und einer möglichen Wertsteigerung. Viele unterschätzen allerdings, dass die Renditen oft niedriger sind und der Aufwand höher ist, als man anfangs denkt. Aber dazu kommen wir noch.

Rendite, Risiko und Aufwand im Überblick

Damit die Varianten vergleichbar werden, schauen wir bei jeder auf dieselben fünf Punkte:

  • Für welchen Investor-Typ ist sie interessant – und welches Risiko gehst du ein?
  • Wie setzt sich dein Ertrag zusammen?
  • Wie groß ist dein persönlicher Zeitaufwand?
  • Wie einfach kannst du das Investment wieder zu Geld machen (Liquidität)?
  • Wie hoch ist die Rendite-Erwartung nach Steuer?

Ein Hinweis vorab zu den Rendite-Zahlen in diesem Artikel: Das sind immer grobe Daumenwerte. Sie hängen stark vom einzelnen Objekt und von der jeweiligen Marktphase ab. Wenn du also ein Objekt findest, das einen halben Prozentpunkt mehr oder weniger abwirft, beschwer dich bitte nicht bei uns 😉

Im Detail besprechen wir die einzelnen Varianten in der Folge. Für einen schnellen Überblick kannst du dir schon mal folgende Übersicht ansehen:

Vorsorgewohnung
Risikogering
Aufwandgering
Rendite n. Steuer~2–3 %

Ertrag: Miete + Wertsteigerung

Liquidität: erste 5–10 J. meist unklug

Selbst vermietete Wohnung
Risikogering
Aufwandhoch
Rendite n. Steuer~2–4 %

Ertrag: Miete + Wertsteigerung

Liquidität: erste 5–10 J. meist unklug

Bauherrenmodell
Risikogering–mittel
Aufwandsehr gering
Rendite n. Steuer~4–6 %

Ertrag: Miete + Förderungen + Wertsteigerung

Liquidität: meist >20 Jahre gebunden

Offener Immobilienfonds
Risikogering–mittel
Aufwandkeiner
Rendite n. Steuermarktphasenabhängig

Ertrag: Miete + Wertsteigerung (über den Fonds)

Liquidität: meist täglich

Nachrangdarlehen
Risikohoch
Aufwandkeiner (+ Steuererklärung)
Rendite n. Steuerbrutto ~5–8 %

Ertrag: laufende Zinsen

Liquidität: kaum handelbar

Zinshaus / Baugrund
Risikomittel / spekulativ
Aufwandgering
Rendite n. Steuerstark lageabhängig

Ertrag: Miete bzw. nur Wertsteigerung (Baugrund)

Liquidität: wie Wohnung / spekulativ

Aber jetzt klären wir mal, was die einzelnen Dinger überhaupt sind und besprechen die Details.

Welche Möglichkeiten es gibt, in Immobilien zu investieren 

Varianten von Immobilieninvestments

Grob kannst du Immobilieninvestments in direkte und indirekte Investments aufteilen. Bei direkten erwirbst du echtes Eigentum (oder einen Anteil daran). Bei indirekten beteiligst du dich über ein anderes Konstrukt.

Direkte Investments wie Wohnung oder Baugrund

Vorsorgewohnung

Ein Bauträger errichtet ein Objekt, das schon in der Planung auf Vorsorge-Käufer zugeschnitten ist. Tendenziell handelt es sich eher um kleinere Wohnungen, weil das bei der Vermietung bessere Renditen verspricht und den Kaufpreis niedrig hält. Du investierst in eine konkrete, klar definierte Wohnung. Interessant kann auch ein Mieten-Pool sein. Hier fließen alle Mieten eines Hauses in einen Topf. Das Leerstandsrisiko deiner einzelnen Wohnung schlägt damit nicht mehr voll auf dich durch. Natürlich ist ein Mietenpool bei der Vorsorgewohnung kein Standard. Es kommt auf das jeweilige Objekt und die Organsation an.

Selbst vermietete Eigentumswohnung

Neu oder gebraucht und bewusst weg vom „Sorgenfrei-Paket“. Hier machst du vieles selbst. Von der Recherche zu Lage und Vermietungspotenzial über die Mietvertragsgestaltung bis zur Mietersuche. Das steigert die Rendite, kostet aber ordentlich Zeit. Was du hierbei nicht vergessen darfst: Soll das dein neuer Job werden? Deine Freizeit-Stunden haben auch einen Wert. Interessant, wenn du im Immo-Geschäft mitmischen willst und Zeit, Lust und Know-how mitbringst (oder dieses Know-how aufbauen willst). In unserem Mieten vs. Kaufen Guide dreht es sich zwar mehr um die selbst genutzte Wohnung, aber wir gehen dort auf Kriterien ein, die bei der Objektsuche wichtig sind.

Bauherrenmodell

Bei einem Bauherrenmodell (groß oder klein) handelt es sich um den Kauf einer alten Immobilie (altes Zinshaus). Diese Immobilie wird dann renoviert. Kauf und Renovierung finden normalerweise gemeinsam mit anderen Bauherren statt. Ein komplettes Zinshaus kann/will sich ein Großteil der Menschen nicht allein leisten. Du erwirbst keine konkrete Wohnung, sondern einen Prozentanteil an der gesamten Immobilie. Sieh es als reines Investment: Es geht dir nicht um eine eigene Wohnung, sondern darum, in Immobilien investiert zu sein, deine Steuerlast zu senken (bzw. richtiger gesagt zu verschieben) und eine sinnvolle Rendite zu erzielen. Je nach Stadt und Bundesland gibt es dafür unterschiedliche Förderungen.

Zinshaus

Im Grunde wie eine selbst vermietete Eigentumswohnung, nur eine Nummer größer (ein ganzes Mietshaus). Wenn du aktuell nicht das Kapital für ein Zinshaus hast, kannst du den Gedanken erstmal beiseitelegen.

Baugrund

Kein Ärger mit Mietern, keine Renovierungen, keine Hausversammlungen. Dafür setzt du ausschließlich auf Wertsteigerung. Ein Baugrund hat keinen laufenden Ertrag. Dazu kommen Themen wie Bauzwang, mögliche Rückwidmung oder eine negative Entwicklung der Lage (Straßenbau, Gewerbebetriebe und so weiter). Ob Immobilienpreise real immer weiter steigen, ist außerdem alles andere als sicher – mehr dazu in unserem Guide zum Thema Mieten vs. Kaufen. Ein Baugrund ist also sicher nicht Investmentwahl Nummer 1, auch wenn du jemanden kennst, der vor zehn Jahren einen gekauft und ums X-fache verkauft hat. 😉

Indirekte Lösungen wie Fonds oder Nachrangdarlehen

Offener Immobilienfonds

Ein offener Immobilienfonds ermöglicht es, sich mit relativ kleinen Beträgen an Immobilien zu beteiligen. Du kannst hier einmalig oder monatlich Geld investieren. Einfach gesagt machen dasselbe viele andere Anleger, die ebenfalls Anteile am Immobilienfonds kaufen. Das gesamte Geld wird dann durch das Fondsmanagement in Immobilien investiert. Du stehst dafür nicht im Grundbuch und kannst deinen Freunden auch nicht erzählen, dass du eine Wohnung in der Stadt gekauft hast. 😉 Dafür ist es die wohl einfachste Variante, in Immobilien zu investieren.

Nachrangdarlehen

Klingt nicht besonders sexy und ist auch kein echtes Immobilieninvestment. Du gibst einem Immobilienentwickler ein Darlehen (oft über Crowdfunding-Plattformen) und bist damit der Darlehensgeber. Dafür bekommst du laufende Zinsen. Geht der Entwickler pleite, ist dein Geld weg. Du beteiligst dich also nicht an einer Immobilie, sondern verleihst dein Geld an einen Immobilienentwickler und wirst für das höhere Risiko mit einem höheren Zinssatz entschädigt. Das ist nur etwas für dich, wenn du einen Totalverlust verkraften könntest und es als Beimischung siehst. Historisch betrachtet sind viele dieser Unternehmungen schon schief gegangen.

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Worin sich die Varianten unterscheiden

Investment Eigentumswohnung Recherche

Jetzt wird’s konkret. Den Überblick von oben hast du hoffentlich noch im Kopf, jetzt sehen wir uns das im Detail an.

Ertrag, Liquidität und Zeitaufwand

Woher kommt der Ertrag? Hier ähneln sich die meisten Varianten. Du verdienst an den Mieteinnahmen und an einer möglichen Wertsteigerung. Ein paar Ausreißer gibt es. Beim Bauherrenmodell können noch Förderungen hinzukommen, die den Ertrag steigen lassen können. Und beim Nachrangdarlehen sowie beim Baugrund fällt der Ertrag komplett anders aus: Beim Nachrangdarlehen bekommst du nur laufende Zinsen, beim Baugrund gar keinen laufenden Ertrag – da zählt allein, ob der Wert steigt.

Beim Zeitaufwand ist die Spannweite riesig. Wir haben bei uns im Office mal Schreibtische gekauft, und im Bestellprozess kam die Frage: selbst zusammenbauen oder zusammenbauen lassen? Selbst zusammenbauen spart Geld, kostet aber Zeit. Genauso ist es bei der selbst vermieteten Eigentumswohnung. Eine Wohnung zu managen ist jedoch deutlich aufwändiger als den Tisch zusammenzubauen. Jenseits von 100 Stunden Aufwand im ersten Jahr (inklusive Kauf) sind keine Seltenheit. Am anderen Ende stehen Fonds, Nachrangdarlehen, Vorsorgewohnung und Bauherrenmodell: Da ist der Aufwand gering bis praktisch null. Außerhalb des Immobilienbereichs kannst du deine Geldanlage automatisieren. Damit du noch einen Zeitaufwandsvergleich hast.

Bei der Liquidität gilt: Eine Wohnung (egal ob Vorsorgewohnung oder selbst vermietete Eigentumswohnung) kannst du grundsätzlich jederzeit verkaufen, in den ersten Jahren wirst du aber fast garantiert schlechter aussteigen, weil du Kaufnebenkosten und Zeitaufwand erst wieder hereinholen musst. Den offenen Immobilienfonds kannst du in der Regel täglich verkaufen. Nur in seltenen Fällen (aber 0 ist das Risiko auch nicht) muss ein Fonds die Rücknahme vorübergehend stoppen.

Beim Bauherrenmodell bist du lange gebunden. Im Grunde kannst du deinen Anteil erst nach Erreichen des Totalüberschusses und nach Ablauf der 20 Jahresfrist für die Vorsteuer komplett ohne Einschränkungen „handeln“. Bei der Errichtung kann die Vorsteuer ja sofort vom Finanzamt zurückgefordert werden. Dies würde aber aliquot zurückverrechnet werden, wenn du vor Ablauf der 20 Jahresfrist deinen Anteil verkaufst. Ein Nachrangdarlehen kannst du praktisch nicht „verkaufen“. Es läuft, so lange es halt läuft. Auch sehr kurze Laufzeiten wie zwei Jahre sind keine Seltenheit.

Steuer, Kosten und persönliche Verantwortung

Steuerlich werden Vorsorgewohnung und selbst vermietete Eigentumswohnung gleich behandelt: Du versteuerst grob gesagt deine Mieteinnahmen minus Abschreibung mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz. Die Abschreibung läuft hier über viele Jahrzehnte.

Beim Bauherrenmodell liegt genau hier der besondere Reiz. Die Sanierungskosten können beschleunigt abgeschrieben werden (deutlich schneller als bei einer normalen Wohnung), dazu kommen sofort absetzbare Anfangskosten. In den ersten Jahren kann sogar ein „Anlaufverlust“ entstehen, der deinem normalen Einkommen gegengerechnet wird und so deine Steuerlast senkt. Die Gefahr dabei ist: Der steuerliche Totalüberschuss muss innerhalb einer gesetzlichen Frist erreicht werden, sonst unterstellt das Finanzamt „Liebhaberei“ und das ist steuerlich nicht zu empfehlen. Außerdem ist die Vorsteuer über rund 20 Jahre „gebunden“. Verkaufst du früher, wird anteilig zurückverrechnet. Und ein Restrisiko bleibt wie bereits angeschnitten mit der steuerlichen Anerkennung der Anfangsverluste.

Beim Nachrangdarlehen musst du die Zinserträge in der Einkommensteuererklärung anführen. Je nach Progression kann das bis zu rund 50 % Steuer bedeuten, womit sich deine Rendite halbiert. Liegen deine Erträge unter einer bestimmten Freigrenze (aktuell rund 730 € im Jahr; ACHTUNG: Das kann sich natürlich ändern) und bist du nicht selbständig, können sie sogar steuerfrei sein.

Der wichtigste Punkt zur persönlichen Verantwortung: Bei der selbst vermieteten Eigentumswohnung bist im Grunde du der Hausverwalter, Vermieter und die Servicehotline in einem. Bei allen anderen Varianten gibst du genau diese Verantwortung ab an den Mieten-Pool, an die Bauherrenmodell-Organisatoren oder an das Fondsmanagement (je nachdem was du kaufst und wie das dort geregelt ist).

Für wen Immobilieninvestment sinnvoll sein kann

Welche Lösung zu welchem Anlageziel passt

Es gibt nicht die eine richtige Variante. Es kommt auf dein Ziel und die persönliche Präferenz an:

  • Sicherheit und möglichst wenig Aufwand: die Vorsorgewohnung (mit Mietenpool ist auch das Leerstandsrisiko ausgelagert).
  • Selbst mitmischen und Know-how aufbauen: die selbst vermietete Eigentumswohnung.
  • Steuervorteil bei höherem Einkommen, langfristig gedacht: ein Bauherrenmodell mit wenig Aufwand. ACHTUNG: Etwas Steuerunsicherheit (Anerkennung der Anfangsverluste, Liebhaberei) trägst du hier mit und beim großen Modell auch das Baurisiko.
  • Einfach, ohne Grundbuch, schon mit kleinen Beträgen: der offene Immobilienfonds. Kaum Aufwand, dafür mit Wertschwankung und ohne Grundbuch.
  • Bewusste, risikoreiche Beimischung: das Nachrangdarlehen. Das ist halt kein direktes Immobilieninvestment.

Was bei wenig Kapital realistisch ist

Mit wenig Kapital fällt die Auswahl ehrlicherweise kleiner aus. Aus dem Immobilienbereich ist der offene Immobilienfonds die naheliegendste Variante. Du kannst dich schon mit relativ kleinen Beträgen beteiligen, einmalig oder monatlich. Auch Nachrangdarlehen funktionieren mit überschaubaren Summen, aber das Risiko ist natürlich ein komplett anderes.

Die kapitalintensiven Varianten brauchen dagegen ein solides Fundament: Beim Bauherrenmodell solltest du als Daumenregel über rund 60.000 Euro brutto im Jahr verdienen, damit du die ganzen Vorteile wirklich nutzen kannst und du brauchst auch ein gewisses Grundkapital. Eine Eigentums- oder Vorsorgewohnung braucht ordentlich Eigenkapital (20 % vom Kaufpreis sollten es schon sein) beziehungsweise eine vernünftige Finanzierung (mehr zum Thema Hauskredit oder Wohnungskredit in unserem Artikel). Und das Zinshaus setzt, wie schon erwähnt, ohnehin ein größeres Kapital voraus.

Welche Alternativen du mitdenken solltest

Wann andere Anlageformen besser passen

Kannst du dich noch an die Eingangsfrage erinnern? Welches Immobilieninvestment schmeckt dir am besten? Wenn ich persönlich in einem Fischrestaurant sitzen würde, dann würde ich nach einem flüchtigen Blick auf die Karte aufstehen und gehen (vermutlich eher weglaufen). Egal ob Meeresfrüchte, die Lachsforelle oder irgendetwas anderes, das aus dem Wasser oder Meer kommt. Du kannst dir sicher sein, ich will es nicht essen. Ich würde aufstehen und das nächste (höchstwahrscheinlich indische) Lokal aufsuchen.

Du hast jetzt die Speisekarte des Immobilienrestaurants gesehen.

Jetzt stellt sich die Frage, ob für dich etwas dabei ist. Vielleicht ist für dich das Immobilieninvestment-Restaurant so wie für mich das Fischrestaurant und du kannst nicht schnell genug das Weite suchen. Vielleicht geht’s dir aber so wie mir bei indischen Speisen und du kannst nicht genug davon bekommen.

Es gibt sehr viele verschiedene Restaurants. Genauso wie es verschiedene Investments gibt. Du kannst natürlich in Immobilien investieren, du musst aber nicht. Im Beispiel von oben ist das indische Restaurant vielleicht ein Wertpapierdepot mit Fonds/ETFs.

Ändert sich die Sinnhaftigkeit von Investments abhängig vom Alter?

Die kurze Antwort ist: Ja.

Die lange Antwort ist: Das ist ähnlich wie beim Essen. Wenn du 25 bist, hast du vielleicht andere Vorlieben für Restaurants als mit 45 oder 55. Nicht nur was die Auswahl der Speisen anbelangt, auch was das Ambiente, die Bedienung usw. betrifft.

Es ist ein riesiger Unterschied, ob du knapp 50 bist und über langfristige Investments nachdenkst, oder ob du 25 Jahre alt bist. Für ein Immobilieninvestment ist es (fast) nie zu spät. Ja, das klingt komisch, ist aber so. Beim Investieren in Fonds/ETFs, zum Beispiel über eine fondsgebundene Lebensversicherung, kannst du hingegen nicht früh genug anfangen.

Der Grund dahinter ist relativ einfach erklärt: Die wahrscheinliche Gesamtrendite, wenn du 25 bist und über 40 Jahre Zeit hast, wird bei einem Fonds-/ETF-Investment signifikant höher sein als beim üblichen Immobilieninvestment. Und bei 40 Jahren Anlagehorizont machen 1–2 % mehr oder weniger pro Jahr enorm viel aus.

Das ist der Grund, warum es clever ist, in jüngeren Jahren Investments zu starten, die von einem „mehr an Zeit“ stärker profitieren. Eine Beimischung von Immobilien, wenn gewünscht, kann man oftmals auch in späteren Jahren durchführen (ohne dass dadurch gravierende Nachteile entstehen).

Das heißt natürlich nicht, dass, wenn du zwischen 25 und 35 Jahre alt bist, vom Immobilieninvestment komplett abzuraten ist. Es sollte nur wohlüberlegt sein und zu deinem Gesamtportfolio passen. Falls du dich generell fragst „Warum Geld investieren“, dann folge dem Link.

Warum ein Vergleich wichtig ist

Bei deinen Investments sollten auch deine Vorlieben eine Rolle spielen, aber am Ende des Tages zählt, was unterm Strich rausschaut. Wenn du das hier liest, wirst du vielleicht von Freunden oder Bekannten angestachelt, ins Immobilien-Restaurant zu gehen. Unabhängig davon, ob das deinen Geschmack trifft oder ob es aktuell tatsächlich das beste Investment für dich ist.

Selbst wenn das Immobilieninvestment genau dein Ding ist, bedeutet das nicht, dass es die beste Lösung ist. Es ist möglicherweise sogar suboptimal. So wie wenn dein Lieblingsgericht ein Burger mit fetten Pommes ist. Wenn du morgens, mittags, abends und als Snack zwischendurch genau das isst, dann ist das vermutlich für deine Gesundheit suboptimal 😉

Worin ich persönlich investieren würde (inkl. Praxisbeispiele)

Vorweg nochmals erwähnt: Dies ist NICHT meine rein fachliche Einschätzung. Das ist meine persönliche Einschätzung und warum welches Investment für mich in Frage kommt oder warum es nicht in Frage kommt. Auch die konkreten Beispiele sagen nicht aus, dass ein Investment immer genial oder immer mies ist. Die Beispiele und Gedanken sollen dir lediglich dabei helfen, selbst über das Thema nachzudenken.

Vorsorgewohnung und selbst vermietete Eigentumswohnung
Investment Vorsorgewohnung

Eine selbst vermietete Eigentumswohnung kommt für mich nicht in Frage. Der Hauptgrund ist der Zeitaufwand. Bei dem notwendigen Zeitinvestment müsste die Rendite höher sein. Wenn ich das mit der Renditeerwartung eines Wertpapierdepots mit sinnvoller Veranlagung vergleiche und den Aufwand gegenrechne, dann macht die vermietete Eigentumswohnung für mich persönlich aktuell keinen Sinn.

Zur Sicherheit trotzdem nochmals erwähnt: Das bedeutet nicht, dass vom Eigentumswohnungskauf als Investment pauschal abzuraten ist. Für mich ist es einfach nicht spannend. Wenn ich und meine Brüder mal die Eigentumswohnung meiner Eltern erben, dann kann es aber durchaus sein, dass wir sie vermieten (solange ich nicht die Person bin, die sich um die Vermietung kümmern muss 😉).

Bei der Vorsorgewohnung würde mich vor allem der nicht vorhandene Zeitaufwand ansprechen. Weiters sind für mich persönlich die folgenden Kriterien wichtig:

  • Ein vernünftiger Quadratmeterpreis. Leider sind bei vielen Vorsorgewohnungsangeboten die Quadratmeterpreise (zu) hoch.
  • Das Vermietungsrisiko ist ausgelagert. Wenn garantiert ist, dass ich mich um die Vermietung nicht kümmern muss und es eine Sicherheit rund ums Thema Mieterausfall gibt (also einen Mietenpool), dann ist das ein Pluspunkt für mich.

Praxisbeispiel – Eigentumswohnung: Ein Klient von mir ist ca. 2010 in eine Miet-Kaufwohnung einer Genossenschaft gezogen. Einige Jahre später konnte er die Wohnung kaufen. Da in dieser Zeit die Immobilienpreise stark gestiegen sind, hatte er die Möglichkeit, die Wohnung weit unter dem Marktpreis zu kaufen. In dem Fall war es ein kompletter No-Brainer, die Wohnung zu erwerben – natürlich nur unter der Voraussetzung, dass es für ihn kein Problem darstellt, Kapital „zu binden“. Der Preisvorteil war so groß, dass es schon fast dumm gewesen wäre, die Wohnung nicht zu kaufen. Egal, ob er sie vielleicht mal vermietet oder in 10 Jahren doch wieder verkauft: Bei dem Preis hätte ich sie vermutlich ebenfalls gekauft – trotz meiner Ausführungen von oben.

Bauherrenmodell
Bauherrenmodell Investment

Ein Bauherrenmodell ist für mich durchaus spannend. Der Aufwand ist gering bis nicht vorhanden. Die Rendite ist im Gegensatz zur Eigentumswohnung oder Vorsorgewohnung meist etwas höher. Bauherrenmodell ist natürlich nicht gleich Bauherrenmodell. Es gibt hier auch sauteure und sehr günstige Anbieter. Das heißt: Es kommt auch hier auf das einzelne Projekt an. Wenn ich in Immobilien investiere, dann ist ein Bauherrenmodell – neben einer wirklich günstigen Vorsorgewohnung und den oben besprochenen Kriterien – vermutlich meine erste Wahl. Die leichte Unsicherheit (in der Zukunft) beim Thema Steuern ist für mich einer der Punkte die in der Negativliste aufscheinen.

Praxisbeispiel – Bauherrenmodell: Es ist schwierig, hier in kurzer Form ein verständliches Beispiel darzulegen. Aber ich versuch’s einfach mal. Bei einem Bauherrenmodell kannst du immer zwei Phasen unterscheiden: die Bauphase und die Vermietungsphase. In der Bauphase hast du meist auf 3–4 Jahre verteilt dein Eigenkapital zu bezahlen. Das kann zum Beispiel 4 × 12.000 € sein. Im Gegenzug reduzieren diese Anlaufkosten deine Einkommensteuer, und du hast zum Beispiel eine Steuerersparnis von rund 4 × 5.000 €. In diesem Beispiel hast du also effektiv rund 30.000 € eingezahlt. Anschließend zahlst du 20 Jahre lang rund 3.000 € pro Jahr (nach Steuereffekten) zu. Am Ende des Tages hast du effektiv rund 90.000 € investiert. Nach Erreichen des Totalüberschusses (Rückführung aller Darlehen) bekommst du rund 8.000 € pro Jahr an Mieteinnahmen.

Offener Immobilienfonds
Nachrangdarlehen investieren

Ich finde offene Immofonds durchaus interessant. Sie sind einfach zu kaufen und zu verkaufen. Es ist kein Zeitaufwand oder Management nötig. Das hört sich für mich gut an. Aktuell bin ich allerdings in keinem offenen Immofonds investiert. Für mich ist der Anlagehorizont beim Großteil meiner Veranlagung 10 Jahre oder aufwärts. Da hat das Investment in einen offenen Immobilienfonds aufgrund der (niedrigeren) Renditeerwartungen für mich keinen Reiz.

Praxisbeispiel – Offener Immobilienfonds: Wenn du dir die langjährige Entwicklung seriöser offener Immobilienfonds ansiehst, landest du grob im Bereich von zwei bis drei Prozent pro Jahr nach Steuer. Aber Achtung: Solche Werte schwanken stark je nach Marktphase. Eine Momentaufnahme von vor ein paar Jahren sagt wenig über heute aus – schau dir die aktuellen Zahlen also immer selbst an, bevor du dich entscheidest.

Nachrangdarlehen
in offenen Immoblienfond investieren

Ein Großteil der erhältlichen Nachrangdarlehen reizt mich nicht. Um vernünftig investieren zu können, müsste ich mich mehr mit den einzelnen Anbietern beschäftigen. Das kostet wieder Zeit. Aufgrund der Steuer reißt mich das Rendite-/Risikoprofil bei den meisten Projekten aber ohnehin nicht vom Hocker. Vor allem schaffe ich mir mit einem Nachrangdarlehen kein laufendes, wiederkehrendes Einkommen – und das ist meiner Meinung nach ja durchaus der Reiz am Immobilieninvestment. Klar kannst du alle paar Jahre ein neues Nachrangdarlehen machen – aber eine echte Immobilie besitzt du dabei nie.

Ich sehe es aber durchaus als interessante Beimischung zu einem Gesamtportfolio (im Ausmaß von 5–10 % des Gesamtvermögens) – vor allem, falls du nicht selbständig bist und nur in dem Rahmen investierst, der dir eine steuerfreie Rendite garantiert und die Einkommensteuererklärung erspart. Nur der Vollständigkeit halber: Nachrangdarlehen gibt es nicht nur im Rahmen von Immobilieninvestments.

Praxisbeispiel – Nachrangdarlehen: Wir haben als Beimischung für Klienten bereits Nachrangdarlehen eingesetzt (und machen das nach wie vor). Die Immobilienentwickler, die wir empfehlen, kennen wir persönlich. Wir kennen die Projekte. Wir kennen deshalb auch das Risiko etwas besser. 😉 Die typischen Konditionen lagen dabei immer bei 6 bis 8 % p.a. für 2–5 Jahre. Die Höhe des Investments haben wir grundsätzlich immer in einem Ausmaß gewählt, das steueroptimiert war.

Zinshaus und Baugrund
In Baugrund Zinshaus investieren

Du kannst dir aufgrund der obigen Ausführungen schon denken, wie scharf ich darauf bin, einen Baugrund zu kaufen und darauf zu spekulieren, dass er real steigt. 😉 Ein Baugrund als Investment fällt für mich also flach. Ein Zinshaus wäre für mich nur spannend, wenn ich damit praktisch keinen Aufwand hätte. Selbst dann muss natürlich die zu erwartende Rendite passen. Falls mir aber jemand ein Zinshaus schenken möchte: Meldet euch gerne, ich sage vermutlich nicht nein. 😉

Praxisbeispiel – Zinshaus: Eine Beispielrechnung bzw. eine repräsentative Case Study für Zinshäuser zu machen, halte ich für sehr gewagt. Deshalb mache ich es nicht. Es gibt Zinshäuser (abhängig von Gegend und Stadt), bei denen eine Mietrendite von 4–5 % realistisch ist. Es gibt aber auch Zinshäuser in Städten wie Wien oder Salzburg. Dort geht’s den Erwerbern teilweise nur ums Parken des Geldes bzw. ums „Ich habe ein Haus in der XY-Straße“-Gefühl (ähnlich wie beim Monopoly, wo man die Straße einfach haben will). Die Renditen solcher Häuser liegen teilweise sogar unter einem Prozent pro Jahr. Für den Baugrund als Investment haben wir keine explizite Case Study – hier solltest du bereits genug Infos haben. 😉

Fazit: Wann es sinnvoll ist, in Immobilien zu investieren

Gedankenblasen: Wieso in Immobilien investieren?

Du hast jetzt die gesamte Speisekarte des Immobilieninvestments gesehen – objektiv und subjektiv. Im Englischen gibt es den Ausdruck „food for thought“, und das Wortspiel passt hier ziemlich gut: Dieser Artikel soll dir vor allem als Denkanstoß dienen.

Ein Immobilieninvestment kann sinnvoll sein – wenn es zu deinem Ziel, deinem Zeithorizont und deinem restlichen Portfolio passt. Automatisch die beste Wahl ist es aber nicht.

Also: Welches Immobilieninvestment schmeckt dir am besten? Vielleicht hast du jetzt eine klarere Idee. Oder vielleicht hast du nach genauerer Betrachtung aktuell gar keine Lust mehr aufs Immo-Restaurant. Beides ist völlig in Ordnung.

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Häufige Fragen – FAQs

Wie kann man in Immobilien investieren?

Grundsätzlich gibt es direkte und indirekte Wege. Direkt erwirbst du echtes Eigentum oder einen Anteil daran, etwa eine Vorsorgewohnung, eine selbst vermietete Eigentumswohnung, einen Anteil an einem Bauherrenmodell, ein Zinshaus oder einen Baugrund. Indirekt beteiligst du dich über ein Konstrukt, also über einen offenen Immobilienfonds oder über ein Nachrangdarlehen, bei dem du einem Immobilienentwickler Geld leihst. Welche Variante zu dir passt, hängt von deinem Ziel, deinem Aufwand und deinem Kapital ab.

Welche Form des Immobilieninvestments passt zu Einsteigern?

Wer einen einfachen Einstieg mit wenig Aufwand sucht, ist beim offenen Immobilienfonds am naheliegendsten. Du kannst dich schon mit kleinen Beträgen beteiligen, einmalig oder monatlich, stehst dafür aber nicht im Grundbuch und trägst eine gewisse Wertschwankung. Willst du eine „echte“ Immobilie mit möglichst wenig Aufwand, kann eine Vorsorgewohnung passen, idealerweise mit Mietenpool, weil dann auch das Leerstandsrisiko ausgelagert ist. Die selbst vermietete Eigentumswohnung ist dagegen eher nichts für Einsteiger mit wenig Zeit.

Gennerell solltset du dir aber die Frage stellen: Warum willst du überhaupt in Immobilien investieren und passt das zu dir?

Kann man auch mit wenig Geld in Immobilien investieren?

Ja, aber die Auswahl ist kleiner. Am naheliegendsten ist der offene Immobilienfonds, bei dem du dich schon mit relativ kleinen Beträgen beteiligen kannst, einmalig oder monatlich. Auch Nachrangdarlehen funktionieren mit überschaubaren Summen, allerdings mit einem ganz anderen Risiko (im schlimmsten Fall Totalverlust). Die kapitalintensiven Varianten brauchen dagegen ein solides Fundament. Beim Bauherrenmodell solltest du als Daumenregel über rund 60.000 € brutto im Jahr verdienen und etwas Grundkapital mitbringen, und eine Eigentums- oder Vorsorgewohnung verlangt ordentlich Eigenkapital (Richtwert rund 20 % des Kaufpreises) oder eine vernünftige Finanzierung.

Welche Risiken sollte man bei Immobilieninvestment beachten?

Das hängt stark von der Variante ab. Bei einer Wohnung sind es vor allem Leerstand und Mietausfall, was ein Mietenpool abfedern kann. Beim offenen Immobilienfonds hast du Wertschwankungen, und in seltenen Fällen kann ein Fonds die Rücknahme vorübergehend stoppen. Beim Nachrangdarlehen droht im schlimmsten Fall der Totalverlust, wenn der Entwickler pleitegeht. Beim Bauherrenmodell trägst du eine gewisse Steuerunsicherheit (Liebhaberei, Anerkennung der Anfangsverluste), beim großen Modell zusätzlich ein Baurisiko, und du bist lange gebunden. Beim Baugrund setzt du allein auf Wertsteigerung und musst Themen wie Bauzwang, Rückwidmung oder eine negative Lageentwicklung mitdenken. Ganz generell sind die Renditen oft niedriger und der Aufwand höher, als man anfangs denkt.

Ist Immobilieninvestment immer sinnvoll?

Nein. Ein Immobilieninvestment kann sinnvoll sein, aber nur, wenn es zu deinem Ziel, deinem Zeithorizont und deinem restlichen Portfolio passt, und nicht automatisch, nur weil es alle machen. Gerade wenn du jung bist und einen langen Horizont hast, ist ein breit gestreutes Fonds-/ETF-Investment (je nach Laufzeit als fondsgebundene Lebensversicherung oder am Wertpapierdepot) oft die stärkere Lösung, und Immobilien kannst du auch später noch beimischen. Entscheidend ist, jedes Immobilieninvestment ehrlich gegen deine Alternativen abzuwägen, bevor du dich festlegst.

Deine nächsten Schritte

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lupe
Autor: Florian Märzendorfer

Co-Founder von FiP.S & Experte für Finanz-, Versicherungs- und Karrierethemen

Florian ist Co-Founder von FiP.S, einem auf Akademiker spezialisierten Finanz- und Versicherungsunternehmen. DerStandard, Die Presse, die Salzburger Nachrichten und zahlreiche andere Medienunternehmen berichten regelmäßig über seine Einschätzungen zu Finanz- und Karrierethemen. Zudem hält er Vorträge an Fachhochschulen und Universitäten in ganz Österreich und zählt zu den gefragtesten Experten für Uni- und FH-Absolventen, wenn es um Finanzplanung und Karriere geht.

Außerdem ist er Fan von indischem Essen, hasst Strandurlaube & verabscheut Beistrichregeln.

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