Was brauchst du als AkademikerIn bzw. StudentIn in welcher Lebensphase, wenn's um Vorsorge, Versichern & Co geht?
Deine DNA ist nicht in Stein gemeißelt
Ein Team von Forschern hat bewiesen, dass die Lebensumstände bzw. die Umwelt in unserer Kindheit Einfluss auf unsere DNA haben. Das kann zum Beispiel die längere Abwesenheit eines Elternteils sein oder die Anzahl der aufgeschnappten “Keime”.
Die Veränderungen an unserer DNA beeinflussen auch, ob und wann wir bestimmte Krankheiten im Erwachsenenalter bekommen. Unsere Kindheitserlebnisse können somit unsere DNA – sowohl positiv als auch negativ – dauerhaft verändern.
Wir sehen uns in diesem Artikel an, was du als Akademiker bzw. Student zu welchem Zeitpunkt unbedingt brauchst – und worauf du verzichten kannst.
Wir teilen das ganze in 3 große Phasen auf…
- Phase 1: Du bist noch beim Studieren
- Phase 2: Du bist mit dem Studium fertig und bereits im Job oder kurz davor
- Phase 3: Der Nachwuchs bzw. die Finanzierung der eigenen 4 Wände steht vor der Tür
Phase 1: Du bist noch am Studieren
Welche Versicherungen brauchst du immer?
Generell solltest du in der Phase den Fokus auf die existenzbedrohenden Risiken legen. Existenzbedrohend bedeutet, dass, wenn was passiert, deine (finanzielle) Zukunft in Gefahr ist…
- Privathaftpflichtversicherung
- Unfallversicherung
- Berufsunfähigkeitsversicherung
Bei der Privathaftpflichtversicherung bist du manchmal noch über deine Eltern mitversichert.
- Wenn du älter als 25 oder 27 bist (je nachdem, bei welcher Gesellschaft deine Eltern die Haushaltsversicherung haben; die Privathaftpflichtversicherung ist bei uns in Österreich in 99,9 % der Fälle in der Haushaltsversicherung inkludiert)
- Wenn du bereits dein eigenes Geld verdienst
- Wenn du nicht mehr zuhause wohnst
Wir haben das ganze in einem eigenen Artikel genauer betrachtet… Wo bist du als StudentIn nicht mehr mitversichert?
Die oben angeführte Unfallversicherung musst du selbst haben oder deine Eltern haben sie explizit für dich abgeschlossen. Automatisch bist du hier nicht mitversichert.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung musst du ebenfalls explizit für dich machen – da gibt’s auch keine Mitversicherung.
Und ja, während des Studiums wirst du vermutlich nicht Unmengen an Geld zu verschenken haben…
Aber über die Risiken Unfall und Berufsunfähigkeit solltest du trotzdem nachdenken – denn im Fall der Fälle ist’s ohne Schutz eher fad.
Aber Achtung – mach’ nicht irgendwas. Wenn, dann sofort mit Akademikerboni. Du kannst dazu einfach mit uns sprechen und unseren Finanzplanungsservice nutzen – klicke den Button, um mehr zu erfahren.
Falls du bereits dein eigenes Geld verdienst, dann gehe weiter zu Phase 2 – auch wenn du gerade noch studierst.
Was solltest du im Studium für die Vorsorge machen?
Wenn noch kein fixes Einkommen da ist, dann würden wir hier vorerst gar nichts machen.
Was solltest du im Studium beachten, wenn’s um Sparen geht?
Auch hier sieht’s ähnlich aus. Ohne fixes Einkommen oder vorhandenem Vermögen musst du dir darüber den Kopf nicht zerbrechen…
Phase 2: Du bist mit dem Studium fertig und bereits im Job oder kurz davor
Phase 1, Phase 2, … hört sich ein bisschen an, als ob wir das Marvel-Kinouniversum planen.
Sorry, mit übernatürlichen Superkräften können wir nicht dienen, aber wenn du das alles beachtest, ist deine Finanzplanung mindestens so gut wie der Hulk wütend ist.
Welche Versicherungen brauchst du jetzt?
Wir haben darüber bereits ausführlich in unserem ultimativen Finanzplanungsguide für Jungakademiker geschrieben. Weiter unten dazu mehr…
- Privathaftpflichtversicherung
- Unfallversicherung
- Berufsunfähigkeitsversicherung
- Krankenzusatzversicherung (zumindest einen Fuß-in-der-Tür Tarif)
- Rechtsschutzversicherung
Je nachdem, wie alt du bist, was im Detail in deiner individuellen Situation notwendig ist und welche Good-to-have Versicherungen du von Anfang an haben willst.
Falls du noch keine Kinder hast oder eine Finanzierung am Laufen ist, dann brauchst du versicherungstechnisch im Moment nichts anderes (siehe Phase 3, um zu erfahren, was du mit Kindern oder einer Finanzierung benötigst).
Für alle, die unseren Finanzplanungsservice nutzen, sieht das Ganze übrigens so aus (wenn die Planung fertig ist)…
Wenn du dich gerade fragst, wofür du die oben angeführten Versicherungen eigentlich brauchst…
Hier erfährst du alles, worauf’s für dich als AkademikerIn ankommt, wenn’s um Versichern, Vorsorge, Geldanlage & Co geht.
Was du aber vermutlich benötigst, ist eine eigene Krankenversicherung für dein jeweiliges Aufenthaltsland. Manchmal regelt das aber auch der Arbeitgeber.
Da dies so stark von der individuellen Situation abhängt, lässt sich hier pauschal nichts sagen – auch dafür solltest du unseren Finanzplanungsservice nutzen.
Dort erfährst du nicht nur alles über die notwendigen Versicherungen, sondern auch, wie du sinnvoll Geld anlegst und worauf du bei der Altersvorsorge achten musst. Da wir gerade davon sprechen…
Was solltest du nach dem Studium für die Vorsorge machen?
Mit einem geregelten, fixen Einkommen solltest du auch mit der Altersvorsorge starten. Ein paar Jahre früher oder später haben dramatische Auswirkungen auf dein Gesamtergebnis.
Aber wie bei allen Sachen solltest du nicht irgendwas machen. Wenn du beispielsweise eine klassische Lebensversicherung oder eine staatlich geförderte Zukunftsvorsorge hast, dann ist das bestenfalls suboptimal.
Selbst wenn du das richtige Tool auswählst, kannst du Fehler machen.
Aber einer mehr geht noch… 😉
Neben der Frage wie du am besten fürs Alter sparen solltest, stellt sich auch die Frage “Wie viel solltest du als AkademikerIn fürs Alter sparen?”. Folge dem Link zu einem eigenen Artikel darüber. Generell kannst du allen Links von oben folgen um mehr darüber zu erfahren.
Je nach Situation wirst du zum Start bei einer monatlichen Sparrate zwischen 75 € und 200 € liegen.
Was solltest du nach dem Studium beachten, wenn’s um Sparen geht?
Hier kommt’s natürlich stark auf deine individuellen Wünsche, Ziele und Vorstellungen an. Wenn du dir das Video oben angesehen hast, dann hast du schon einen groben Einblick erhalten.
Als Startpunkt eignet sich unser Artikel zum Thema Wie du in 5 einfachen Schritten deine Sparprozesse automatisierst und keine Zeit mehr verschwendest…
Phase 3: Der Nachwuchs bzw. die Finanzierung der eigenen 4 Wände steht vor der Tür
Falls du hier gelandet bist, ohne Phase 2 gelesen zu haben…
Bitte hole das zuerst nach. Denn das ist die Basis für Phase 3. Um bei den Kinoreferenzen (siehe Phase 2 😉 ) zu bleiben – du siehst dir vermutlich auch nicht den 2. Teil eines Films an, wenn du den ersten noch nicht gesehen hast.
Wir warten so lange hier…
Also…
Welche Versicherungen brauchst du jetzt zusätzlich?
Aktuell solltest du die must-haves, also eine Privathaftpflichtversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Unfallversicherung haben.
Und vielleicht auch eine Absicherung von den good-to-haves: Krankenzusatzversicherung und eine Rechtsschutzversicherung.
Eine Ablebensversicherung
Wenn du stirbst (egal ob durch Unfall oder Krankheit) dann soll ein einmaliger Betrag zur Verfügung stehen – entweder zur (teilweisen) Bezahlung des Kredits oder für die Ausbildung und das Leben deiner Kinder.
Wenn du dir zum Beispiel 150.000 € für 20 Jahre absicherst, dann kostet dich das irgendwo zwischen 7 bis 14 € monatlich. Je nachdem, wie deine individuelle Situation ist – wenn du Raucher oder Motorradfahrer bist, dann hat das meistens eine erhebliche Auswirkung.
Die sollte allerdings fallend gestaltet sein (= jedes Jahr wird der Ablebensbetrag weniger, da du ja deinen Kredit zurückzahlst). Fallende Varianten sind einfach um einiges günstiger.
Für die Kinder empfehlen wir eine gesonderte Absicherung, die NICHT fallend ist.
Wenn du generell herausfinden willst, was du speziell für deine Kinder benötigst, dann lies den Artikel Worauf kommt es bei Finanzen, Versicherungen & Co an, wenn das erste Kind da ist?
Was solltest du mit Kindern oder Kredit für die Vorsorge machen?
Vermutlich läuft zu diesem Zeitpunkt schon ein Baustein. Der Baustein ist unabhängig vom Thema Haus/Wohnung oder Kinder. Denn deine Vorsorge fürs Alter sollte von Anfang an so geplant sein, dass du sie dir immer “leisten” kannst – egal ob ein Kredit zurückzuzahlen ist oder das erste Kind da ist.
Speziell wenn beispielsweise in der Karenzzeit das Einkommen geringer ist, dann kann man den Betrag natürlich vorübergehend reduzieren.
Was solltest du mit Kindern oder Kredit beachten, wenn’s um Sparen geht?
Das ist je nach Situation komplett individuell zu bewerten. Je nachdem wie viel Geld neben der Kreditrate noch zum Sparen übrig bleibt sollte auch dieses Geld sinnvoll veranlagt werden.
Wie du am besten für die Kinder sparst, erfährst du auch im Artikel “Worauf kommt es bei Finanzen, Versicherungen & Co an, wenn das erste Kind da ist?”.
Ähnlich wie beim Sparen ist alles, was nach diesen 3 Phasen kommt, individuell zu planen.
Egal ob’s um die Planung der Pension oder zukünftige Ziele (Weltreise? Ferienhaus am Strand? Der Aston Martin mit 50?) geht.
Hier ist nochmals eine grobe Übersicht, was du zu welchem Zeitpunkt benötigst und was es kosten darf…
(wenn du das am Handy liest, dann musst du vermutlich ins Querformat wechseln 😉 )
(wobei du die Unfallversicherung vermutlich schon wirklich ab Phase 1 haben solltest 😉 )
- Phase 1 sollte dir irgendwo zwischen 30 – 50 € kosten – wenn du must-have und good-to-have abgesichert hast.
- Phase 2 sollte dir irgendwo zwischen 60 – 100 € kosten – da kommt dann noch deine individuelle Vorsorge dazu.
- Phase 3 sollte dir irgendwo zwischen 70 – 110 € kosten – da kommt ebenfalls dann noch deine individuelle Vorsorge dazu.
Für jede Phase kommt dann natürlich noch deine individuelle Sparrate für alle anderen Ziele hinzu.
Es kommt vor allem auf die Bedingungen an. Wenn du als Uni- oder FH-Absolvent keine Spezialbedingungen hast, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass du aktuell für zu wenig Leistung zu viel bezahlst.
Genau wie unsere Erfahrungen und Lebensumstände im Kindheitsalter unsere DNA beeinflussen…
Und manchmal kommt’s nur auf den Zeitpunkt an, wann du etwas angehst.
Häufige Fragen zu Versicherungen und Vorsorge für Akademiker
Welche Versicherungen brauche ich als Akademiker?
Welche Versicherungen brauche ich als Akademiker?
Die Basis sind drei Must-haves, und zwar in jeder Lebensphase: eine Privathaftpflichtversicherung, eine Unfallversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie decken die existenzbedrohenden Risiken ab, also alles, was deine finanzielle Zukunft ernsthaft gefährden kann. Dazu kommen zwei Good-to-haves, die Krankenzusatzversicherung (zumindest als Einstiegs-Tarif) und die Rechtsschutzversicherung. Kostentechnisch bewegst du dich nach dem Studium insgesamt zwischen 50 und 100 € monatlich, je nach Alter und individueller Situation.
Ab dem Zeitpunkt, ab dem Kinder da sind oder du gemeinsam etwas finanzierst, kommt eine Ablebensversicherung als weiteres Must-have dazu. Sie stellt im Todesfall einen einmaligen Betrag für die Kreditrückzahlung oder die Ausbildung deiner Kinder bereit und kostet zum Beispiel bei 150.000 € auf 20 Jahre nur einstellige bis niedrige zweistellige Monatsbeträge. Wichtig bei allem ist weniger die Anzahl der Verträge als die Bedingungsqualität. Ohne Spezialbedingungen zahlst du als Akademiker mit hoher Wahrscheinlichkeit für zu wenig Leistung zu viel.
Welche Versicherungen sind ein Muss?
Welche Versicherungen sind ein Muss?
Ein Muss ist alles, was existenzbedrohende Risiken abdeckt. Das ist die einfache Filter-Regel, mit der du jede Versicherung bewerten kannst. Existenzbedrohend heißt, dass deine finanzielle Zukunft in Gefahr ist, wenn etwas passiert. Nach dieser Regel bleiben drei Versicherungen übrig. Die Privathaftpflichtversicherung, weil du für Schäden an anderen mit deinem gesamten Vermögen und Einkommen haftest. Die Berufsunfähigkeitsversicherung, weil deine Arbeitskraft als Akademiker dein größtes Vermögen ist. Und die Unfallversicherung, weil ein schwerer Unfall dauerhafte Kosten verursacht, die niemand sonst übernimmt.
Alles andere ist Kür statt Pflicht. Krankenzusatz und Rechtsschutz sind sinnvolle Good-to-haves, aber eben keine Existenzfrage. Und Versicherungen für Kleinrisiken, die du selbst tragen könntest, brauchst du nach der Filter-Regel gar nicht. Umgekehrt gilt bei den Must-haves: Nicht irgendein Produkt abschließen, sondern eines mit starken Bedingungen, denn im Leistungsfall entscheidet das Kleingedruckte und nicht der Prämienpreis.
Wie sollten Akademiker fürs Alter vorsorgen?
Wie sollten Akademiker fürs Alter vorsorgen?
So früh wie möglich, sobald ein geregeltes, fixes Einkommen da ist. Der Startzeitpunkt ist der größte Hebel überhaupt, denn ein paar Jahre früher oder später haben dramatische Auswirkungen auf dein Endergebnis. Als Startgröße liegst du je nach Situation bei einer monatlichen Sparrate zwischen 75 und 200 €, die im Laufe der Karriere mitwächst. Wichtig ist, dass die Vorsorge von Anfang an so geplant ist, dass du sie dir in jeder Lebensphase leisten kannst, auch mit Kredit oder Kindern, notfalls vorübergehend reduziert.
Genauso wichtig wie das Wann ist das Womit. Klassische Lebensversicherungen und die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge sind bestenfalls suboptimal, dort verschenkst du über die Jahrzehnte viel Geld. Die beste Variante ist bei einem Anlagehorizont von mehr als 15 Jahren eine gute, kostengünstige fondsgebundene Lebensversicherung. Aber auch mit dem richtigen Instrument kannst du noch Fehler machen, etwa bei Kosten oder Veranlagung. Kläre deshalb zuerst die Strategie und wähle erst danach das Produkt, nicht umgekehrt.
Sollte man schon als Student mit der Altersvorsorge beginnen?
Sollte man schon als Student mit der Altersvorsorge beginnen?
Ohne fixes Einkommen und ohne Kapital auf der Seite brauchst du dir über die Altersvorsorge noch keine massiven Sorgen zu machen. Deine Priorität liegt in dieser Phase woanders, nämlich bei der Absicherung der existenzbedrohenden Risiken über Privathaftpflicht-, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Erst kommt die Absicherung, dann die Vorsorge. Eine Vorsorge, die du dir als Student nicht dauerhaft leisten kannst, bringt dir nämlich nichts.
Steht allerdings bereits Kapital zur Verfügung, etwa durch Unterstützung der Eltern oder von anderer Seite, und willst du unbedingt schon starten, spricht nichts dagegen. Und sobald du dein eigenes Geld verdienst, gelten ohnehin die Regeln der Zeit nach dem Studium, auch wenn du offiziell noch studierst. Dann lohnt sich der frühe Start enorm, weil jedes zusätzliche Jahr am Anfang durch den Zinseszinseffekt überproportional viel wert ist. Die richtige Reihenfolge ist also keine Frage des Alters, sondern von Einkommen und Kapital.
Welche Versicherungen sind während des Studiums sinnvoll?
Welche Versicherungen sind während des Studiums sinnvoll?
Dieselben drei Must-haves wie später, also Privathaftpflicht-, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung, nur mit einer Besonderheit. Bei der Privathaftpflicht bist du oft noch über die Haushaltsversicherung deiner Eltern mitversichert. Das endet üblicherweise, wenn du älter als 25 oder 27 bist (je nach Gesellschaft), wenn du dein eigenes Geld verdienst oder wenn du nicht mehr zuhause wohnst. Prüfe diese drei Punkte, bevor du eine eigene Polizze abschließt. Bei Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es dagegen keine automatische Mitversicherung, die müssen explizit für dich abgeschlossen sein.
Gerade die Berufsunfähigkeitsversicherung lohnt sich im Studium besonders, weil du dir damit deinen jungen Gesundheitszustand und günstige Beiträge dauerhaft sicherst. Sinnvolle Startpakete für alle drei Versicherungen kosten zwischen 30 und 50 € monatlich. Achte dabei auf Spezialbedingungen für Akademiker statt auf das erstbeste Angebot, sonst zahlst du für zu wenig Leistung zu viel.
Dort erfährst du worauf’s als Akademiker wirklich ankommt, wenn’s um Versicherungen, Geldanalge, Vorsorge & Co geht … und wie du dir Akademikerboni holst.
oder
Wenn du den schon kennst oder sofort starten willst… dann sprich direkt mit uns und starte mit deiner individuellen Planung.