Ablebensversicherung in Österreich einfach erklärt
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Ablebensversicherung / Risikolebensversicherung in Österreich. Wir beleuchten die wichtigsten Aspekte und besprechen wann sie sinnvoll ist, was sie kostet und worauf du beim Angebotsvergleich achten musst.
- Eine Ablebensversicherung wird zur Pflichtversicherung, sobald Kinder, ein gemeinsamer Kredit oder finanziell abhängige Personen im Spiel sind.
- Für Familien solltest du lieber zu viel als zu wenig absichern. 200.000 € konstant auf 25 Jahre ist ein guter Richtwert.
- Eine konstante Summe ist bei der Familienversicherung zu bevorzugen. Eine fallende Variante für die Kreditabsicherung.
- Eine Er- und Ablebensversicherung, die hauptsächlich dem Ablebensschutz dienen soll, ist nicht zu empfehlen. Lieber eine reine Ablebensversicherung.
- Es gibt keinen Anbieter, der immer am günstigsten ist. Mit einem Marktvergleich erhältst du das beste Ergebnis.
- Für Raucher verdoppelt sich die Prämie meist. Als Nichtraucher gilt man ab einem Jahr rauchfrei. Generell wird die Prämie von Beruf, Hobbies und Gesundheit beeinflusst.
- Gesundheitsfragen müssen immer vollständig und ehrlich beantwortet werden, alles andere kann im Ernstfall für deine Hinterbliebenen zum Problem werden.
“Swear to make them cut me open so that I won’t be buried alive”
… waren die letzten Worte von Frederic Chopin. Die Angst lebendig begraben zu werden war vor 200 bis 300 Jahren weit verbreitet. George Washington, der erste Präsident von Amerika, hat auf seinem Totenbett folgenden Wunsch geäußert: “Have me decently buried, but do not let my body be put into a vault in less than two days after I am dead.”
Auch er fürchtete sich davor lebendig unter die Erde zu kommen. Diese Panik war keine Wahnvorstellung. Lebendige Menschen wurden damals so häufig ins Grab verfrachtet, dass es normal war Glocken über dem Grab zu befestigen. Diese wurden mit einer Schnur an Händen, Beinen und Kopf des vermeintlich Toten befestigt. Sollte die Person doch nicht tot sein, würden irgendwann die Glocken läuten und Helfer eilten zur Rettung.
Die Glocken waren ein Back-Up System.
Eine Ablebensversicherung ist das finanzielle Back-Up System für deinen Tod
Du rettest damit deine Angehörigen vor dem finanziellen Ruin. Aber ab wann brauchst du eine Ablebensversicherung? Wie hoch muss die Versicherungssumme sein? Welche Variante passt am besten zu deiner Situation und was darf die Versicherung kosten?
All das und mehr besprechen wir in den nächsten Absätzen 🙂
Falls du lieber ein Video siehst, anstatt einen Artikel zu lesen, dann können wir auch damit dienen:
(Anmerkung: Das Video ist inhaltlich etwas anders gestaltet als der Artikel, es macht also Sinn, dass du dir nach dem Video den Artikel auch durchliest).
Vergiss aber nicht, dass du trotzdem bis zum Ende des Artikels runterscrollst und dir die nächsten Schritte ansiehst 😉
Was ist eine Ablebensversicherung und wofür brauchst du sie in Österreich?
Eine Ablebensversicherung zahlt im Todesfall eine bestimmte Geldsumme – egal ob du durch Unfall oder Krankheit stirbst. Auch bei Selbstmord erfolgt die Auszahlung der Versicherungssumme. Um den Selbstmordfall ab Beginn zu versichern, ist eine extra Klausel notwendig (gegen Mehrprämie). Standardmäßig ist der Selbstmord nach 3 Jahren auch versichert (ohne Mehrprämie).
Wann eine Ablebensversicherung in Österreich sinnvoll ist
Eine Ablebensversicherung ist in Österreich vor allem in den folgenden Fällen zu empfehlen:
Absicherung von Partner, Kinder und Familie
Du hast Kinder und/oder willst deinen Partner im Falle deines vorzeitigen Ablebens absichern. Laufende Verpflichtungen sollen einfacher stemmbar sein und auch der Verdienstentgang soll bis zu einem gewissen Grad abgesichert werden.
Absicherung bei Kredit oder Immobilienfinanzierung
Ein Kredit ist alleine und mit nur einem Einkommen oftmals nicht mehr leistbar. Deshalb sollte im Falle des Ablebens so viel Kapital zur Verfügung stehen, dass der Kredit zur Gänze oder großteils abgedeckt werden kann. Je nach Lebenssituation macht es auch Sinn noch mehr abzusichern.
Absicherung für Unternehmen oder Geschäftspartner
Es macht Sinn, dass man im Falle seines Ablebens auch die Geschäftspartner in der eigenen Firma schützt. Dies wird vor allem für kleinere bis mittlere Unternehmen ein Thema sein, die noch von den Eigentümern im täglichen Betrieb geführt werden.
Je nach Fall wirst du zwischen zwei Varianten wählen…
Welche Arten der Ablebensversicherung es gibt
Ablebensversicherungen gibt es mit konstanter oder fallender Ablebensleistung.
Konstante Ablebensversicherung
Bei der konstanten Ablebensversicherung verändert sich die Ablebenssumme nicht. Du versicherst zum Beispiel 150.000 € für 25 Jahre. Die Summe ist im ersten, fünften, dreizehnten und auch im zwanzigsten Jahr konstant (also 150.000 €). Auf Wunsch kann man die Summe indexieren (als Inflationsausgleich).
Fallende Ablebensversicherung
Bei der fallenden Ablebensversicherung – wie der Name schon vermuten lässt – reduziert sich die Versicherungssumme jedes Jahr. Im Detail gibt es linear fallende Varianten aber auch Varianten, die du exakt an einen Kredit anpassen kannst und die gleich sinken wie die Kredithöhe (bei Fixzinsdarlehen).Was passt jetzt zu dir?
Welche Lösung zu welcher Lebenssituation passt
Die konstante Ablebensversicherung setzen wir gerne zur Absicherung von Angehörigen ein. Wenn du gerade Nachwuchs bekommen hast, dann wird eine konstante Versicherungssumme für 20-25 Jahre am besten sein. Damit ist die Ausbildungszeit deines Kindes optimal abgedeckt.
Bei einem Immobilienkredit bevorzugen wir eine fallende Variante. Die Kreditschuld wird jedes Jahr weniger – deshalb darf auch die Ablebensversicherungssumme jedes Jahr sinken. Der Vertrag wird dadurch auch günstiger.
Aber was ist mit Er- und Ablebensversicherungen?
Du hast dir weiter oben vielleicht schon gedacht:
- Da gibt’s doch auch noch Er- und Ablebensversicherungen, oder?
In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine klassische Lebensversicherung. Wenn du, innerhalb der Versicherungsdauer, nicht stirbst, dann bekommst du am Ende der Laufzeit Geld zurück. Diese Art der Ablebensversicherung hat sich einen besonderen Platz verdient: Die Mülltonne.
Diese Versicherung besteht immer aus einem Ablebensteil und einem Sparteil. Der Ablebensversicherungs-Teil ist in den meisten Fällen teurer, als bei einer reinen Ablebensversicherung. Das liegt zum Großteil daran, dass es diese Variante bei den besten Ablebensversicherern einfach nicht gibt. Du wählst also bereits aus einer drastisch reduzierten Versichererliste aus. Du bekommst zwar am Ende der Laufzeit Geld zurück, aber den Betrag, der in den Sparteil einer Er- und Ablebensversicherung fließt, solltest du in eine bessere Anlage investieren.
Begrabe die Er- und Ablebensversicherung – denn sie ist tatsächlich tot. Die einzigen Glocken, die bei einer klassischen Er- und Ablebensversicherung bei dir ertönen sollten, sind die Alarmglocken. Du willst für deinen Todesfall – egal für was du die Versicherung brauchst – eine reine Ablebensversicherung. Für deinen Sparteil empfiehlt sich eine fondsgebundene Lebensversicherung. Aber das ist ein eigenes Thema. Wenn du dazu mehr wissen willst, starte vielleicht mit dem Artikel Wie viel musst du fürs Alter sparen?
Wie hoch die Versicherungssumme bei der Ablebensversicherung sein sollte
Hier sind ein paar Richtlinien für dich:
Orientierung für Familien
Wenn du Kinder hast, dann empfehlen wir als absolutes Minimum 100.000 € für 25 Jahre. Wohler fühlen wir uns aber bei 200.000 € aufwärts. Falls du den Löwenanteil des Haushaltseinkommens verdienst, dann solltest du eine noch höhere Summe absichern. Deinem Partner hilft im Todesfall jeder finanzieller Polster. Die exakte Höhe wird von euren Lebenserhaltungskosten, Einkommen und der allgemeinen Lebenssituation abhängen.
Orientierung bei Krediten
Bei vielen Finanzierungen verlangen Banken eine Ablebensversicherung als Sicherheit. In diesem Fall wird die zu bevorzugende Variante immer eine fallende Ablebensversicherung sein. Die Höhe hängt vom Kredit ab. Wenn dein Kredit 300.000 € ausmacht und er für 30 Jahre läuft, dann sollte deine Ablebensversicherung fallend auf 30 Jahre über 300.000 € lauten. Falls die Bank keine Absicherung verlangt, ist sie natürlich trotzdem zu empfehlen, weil man hier ja nicht die Bank sondern seine Hinterbliebenen absichert.
Orientierung für gemeinsame finanzielle Verantwortung
Wenn du deine Angehörigen oder Firmenpartner absichern willst hängt die Höhe auch wieder von der jeweiligen Situation ab. Die oben erwähnten 100.000 bis 200.000 € können wieder als Richtwert dienen. Wenn du gemeinsam mit Partnern ein kleines Unternehmen hast, dann empfehlen wir auch in diesem Fall eine Ablebensversicherung für jeden Partner. Du sicherst damit den Fortbestand des Unternehmens. Die Höhe ist wieder von der jeweiligen Situation abhängig. Sie sollte aber so gewählt sein, dass im ersten Moment das Unternehmen in keine finanzielle Schieflage schlittern kann. 200.000 € für 10-15 Jahre kosten nicht viel Geld (und die Prämie kannst du auch steuerlich als Aufwand geltend machen) 🙂
Welche persönlichen Faktoren berücksichtigt werden sollten
Die zuvor genannten Fälle sind die absoluten Must-Have Fälle für eine Ablebensversicherung. Wenn es Kinder, einen größeren Kredit oder Menschen gibt, die von dir finanziell abhängig sind, dann musst du eine Ablebensversicherung abschließen. Die exakte Höhe deiner Ablebensversicherung wird auch von deinem Einkommen abhängen. Wenn du so viel verdienst, dass Mitte des Monats schon das erste Konto übergeht, dann sollte auch deine Ablebensversicherung höher sein 😉
Je größer dein Anteil am Haushaltseinkommen ist, desto wichtiger wird die Absicherung. Und je jünger deine Kinder sind, desto mehr Priorität hat die Ablebensversicherung. Zwischen Windelphase und kurz vor der Matura liegen absicherungstechnisch Welten.
Was eine Ablebensversicherung in Östrerreich kostet
Der Preis wird durch mehrere Faktoren beeinflusst:
- Dein Alter
- Deine Gesundheit
- Dein Beruf
- Die Laufzeit der Versicherung
- Die Höhe der Versicherung
- Deine Hobbies und Freizeitaktivitäten
Alter, Laufzeit und Höhe der Absicherung
Je älter du bist, desto teurer wird die Ablebensversicherung. Je länger sie läuft, desto höher ist der Preis. Und natürlich beeinflusst die Höhe der Versicherungssumme auch die zu bezahlende Prämie. Dein Beruf wirkt sich ebenfalls auf die Kosten aus.
Gesundheit, Beruf und Freizeitrisiken
Dein Beruf wirkt sich ebenfalls auf die Kosten aus. Dies kann von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich behandelt werden – d.h. eine Gesellschaft stuft dich vielleicht besser (=günstiger) und eine andere schlechter (=teurer) ein.
Das Thema Gesundheit und Freizeitaktivitäten wird von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich behandelt.
Falls du Raucher bist, dann musst du bei allen Anbietern mit drastischen Zuschlägen rechnen, denn Raucher sterben im Durchschnitt früher. Als Nichtraucher giltst du teilweise sobald du 12 Monate komplett rauchfrei bist. Andere unterscheiden zwischen 12, 36 und 120 Monaten.
Als MotorradfahrerIn wirst du bei vielen Versicherungen ebenfalls mehr zahlen. Es gibt jedoch einige Anbieter, die KEINEN Zuschlag verlangen. Als Motorradfahren gilt auch, wenn du nur 1x im Jahr eine kleine Tour machst. Wenn nämlich genau da etwas passiert, sollte das trotzdem versichert sein.
Gefährliche Hobbies sind ebenfalls zu beachten. Je nach Aktivität kann es zu Zuschlägen oder Ausschlüssen kommen. Und nein, wegen ein bisschen Bergwandern wirst du keinen Ausschluss oder Zuschlag bekommen. Aber auch hier bewertet jede Versicherungsgesellschaft die Situation anders. Das Ganze kannst du vorab klären und dann den besten Anbieter für deine persönliche Situation wählen (zumindest machen wir das bei unseren KlientInnen so).
Auch dein Gewicht kann eine Rolle spielen. Ein bisschen Übergewicht wird sich nicht dramatisch auswirken. Wenn dein BMI aber stark von der Norm abweicht, kann es zu Zuschlägen oder Ablehnungen kommen. Und ja, der BMI ist kein optimales Maß, wird aber von fast allen Gesellschaften verwendet.
Warum Angebote unterschiedlich ausfallen können
Ich habe es beim Beruf bereits angeschnitten: Gesellschaft A stuft den Beruf Controller besser ein als Gesellschaft B, aber schlechter als Gesellschaft C. Das gleiche gilt für Hobbies, Gesundheitsdaten & Co. Somit lohnt sich immer ein Marktvergleich, um wirklich das beste Angebot zu bekommen (wir machen das selbstverständlich für unsere Klienten).
Wenn wir davon ausgehen, dass es zu keinen Zuschlägen kommt, dann kosten zum Beispiel
200.000 € Versicherungssumme (konstant) für 20 Jahre folgendes:
- 25 – jährige Person: ~ 6 € monatlich
- 30 – jährige Person: ~ 8 € monatlich
- 40 – jährige Person: ~ 20 € monatlich
Als Beruf habe ich einen normalen Büroangestellten verwendet. Als Motorradfahrer ist der Zuschlag nicht dramatisch. Als Raucher musst du mit circa einer Verdoppelung der Prämien rechnen. Falls du dieselbe Versicherung fallend willst, dann reduzieren sich die Prämien um ca. 50 %. Wie du siehst und wie schon mehrfach erwähnt, hängt die Prämie von einer Vielzahl von Faktoren ab.
Es gibt keinen absoluten Top-Anbieter, der immer den günstigsten Preis liefert. Nur der Vergleich garantiert das beste Ergebnis.
Wichtige Vertragsdetails bei der Ablebensversicherung
Wichtige Vertragsdetails bei der Ablebensversicherung
Inhaltlich sind sich die absoluten Top-Anbieter sehr ähnlich. Ein paar Dinge sollten wir trotzdem genauer betrachten:
Gesundheitsfragen korrekt beantworten
Bei der Ablebensversicherung sind Gesundheitsfragen notwendig. Die Bewertung ist üblicherweise aber nicht so scharf wie bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder einer Krankenzusatzversicherung. Dennoch müssen die Gesundheitsfragen auch bei einer Ablebensversicherung ordentlich und vollumfänglich befüllt werden. Je nach Anbieter gibt es auch die Möglichkeit auf verkürzte Fragen. Dies kann spannend sein, wenn dadurch genau ein Thema nicht anzugeben ist, das bei vollumfänglicher Prüfung womöglich zu Problemen geführt hätte.
Ausschlüsse und Zuschläge verstehen
Grundsätzlich gibt es vier mögliche Ergebnisse der Gesundheitsprüfung:
Normalannahme: D.h. keine Beanstandungen. Alles ist normal versichert
Zuschlag: D.h. man bezahlt mehr Prämie, dafür ist aber wieder alles versichert.
Ausschluss: Ein gewisses Thema wird ausgeschlossen und fällt nicht unter Versicherungsschutz.
Ablehnung: Der komplette Versicherungsschutz wird abgelehnt.
Wir haben in unserem Artikel Welche Gesundheitsfragen werden bei Versicherungen gestellt und worauf musst du achten? schon detailliert ausgearbetiet wie die üblichen Fragen aussehen und warum es so wichtig ist, dass du die Fragen vollständig und richtig beantwortest. Dies gilt für die Risikolebensversicherung natürlich auch.
Fristenverzicht richtig einordnen
Der Fristenverzicht wird manchmal auch Unanfechtbarkeitsklausel genannt. Worum handelt es sich dabei? Wenn du einen Fristenverzicht oder die Unanfechtbarkeitsklausel beantragst, dann ist die Versicherungsleistung auch bei Selbstmord fällig. Ansonsten schließen die meisten Versicherer in den ersten drei Jahren Selbstmord aus.
Dieser Fristenzverzicht ist nicht gratis und wird vor allem von Banken im Rahmen eines Immobilienkredits verlangt. Nein, die Bank schaut euch nicht an und kommt zum Schluss:
- “Die schauen so aus, als würden sie sich bald umbringen, da verlangen wir das…”.
Manche Banken verlangen es standardmäßig und manche verzichten darauf. Der Fristenverzicht kostet meist 1 bis 2 Promille der Versicherungssumme. Bei 200.000 € sprechen wir also von 200 bis 400 € Kosten (meist verteilt auf die ersten 3 Jahre der Laufzeit).
Einen Sonderfall bei der Ablebensversicherung besprechen wir noch…
Verbundene Leben oder zwei Ablebensversicherungen machen?
Eine “verbundene Leben” ist eine Ablebensversicherung bei der gleichzeitig zwei Personen versichert sind. Stell dir vor du und dein Partner machen so eine Versicherung. Als Versicherungssumme wählt ihr 300.000 €. Stirbt einer von euch beiden, dann sind 300.000 € fällig.
Wo mögliche Nachteile liegen
Aber was passiert, wenn ihr beide gleichzeitig sterbt? Dann sind bei den meisten verbundenen Leben-Verträgen die 300.000 € trotzdem nur einmal fällig. Bei zwei Einzelverträgen werden jeweils 300.000 € – also 600.000 € ausbezahlt.
Sollte nur eine Person sterben, dann endet der Vertrag. Das bedeutet für die Person die übrig bleibt, dass sie bei einem neuen Vertrag die Gesundheitsfragen erneut beantworten muss. Selbst wenn gesundheitlich alles ok ist, bezahlt man mehr, da man inzwischen älter geworden ist.
Wir setzen sie ausschließlich im Rahmen von Kreditfinanzierungen ein und wenn die Kombination aus Beruf, Hobbies und Gesundheitszustand preislich spannend ist. Das passiert nicht häufig, da die verbundene Leben oftmals nicht viel günstiger als zwei Einzelverträge ist. Bei ein paar Euro Unterschied, sparst du hier an der falschen Stelle.
Typische Fehler bei der Ablebensversicherung vermeiden
Wenn du bis hierher gelesen hast, bist du schon deutlich besser aufgestellt als die meisten. Trotzdem gibt es ein paar Fallstricke, die wir dir nicht vorenthalten wollen. In der persönlichen Beratung achten wir natürlich explizit darauf.
Bei einer Ablebensversicherung gilt: Lieber 50.000 € „zu viel“ als zu wenig versichert. Der Preisunterschied macht in vielen Fällen nicht mal ein paar Euro im Monat aus. Wenn Kinder im Spiel sind, solltest du unbedingt auch an Pflichtteile denken – hier wird erfahrungsgemäß viel zu knapp kalkuliert. Nur den Kredit abzudecken reicht nicht. Bleibt dein Partner mit Kind allein, braucht es auch eine Absicherung für den Verdienstentgang, den Pflichtteil und alles, was damit zusammenhängt.
Überlege dir zum Beispiel auch das Thema langfristige Vorsorge: Wie soll die weiter bedient werden, wenn aufgrund der Kinderbetreuung keine Vollzeitanstellung möglich ist, aber kein zweites Einkommen mehr da ist. Zum Rechnen für das Thema Pension gerne mal unseren Pensionsvorsorgerechner verwenden.
Mit 50 die Ablebensversicherung nochmal zu verlängern, ist oft leichter gesagt als getan. Neue Gesundheitsfragen werden in dem Alter schnell zum Problem. Deshalb lieber von Anfang an ein paar Jahre länger versichern, statt es zu knapp anzusetzen. Mit etwas Durchdenken, sollte dies aber kein Problem sein.
Ich habe es vorher bereits erwähnt: Eine Er- und Ablebensversicherung kombiniert einen Ablebensschutz mit einem Sparteil. Klingt praktisch, ist es aber nicht: Der Ablebensteil ist meist teurer als bei einer reinen Ablebensversicherung, weil die besten Versicherer diese Kombi-Variante gar nicht anbieten. Und das Geld, das in den Sparteil fließt, wäre in einer separaten Anlage deutlich besser aufgehoben. Kurz gesagt: Reine Ablebensversicherung abschließen, den Rest sinnvoll investieren. Die Pensionsvorsorge in Österreich ist für die langfristige Anlage spannend.
Lord Chesterfield sagte 1769:
„All I desire for my own burial is not to be buried alive.“
Die Gefahr lebendig begraben zu werden, kannst du im 21. Jahrhundert außer Acht lassen. Du brauchst kein ausgeklügeltes Glocken-Back-Up, um auf dich aufmerksam zu machen, falls du im Sarg munter wirst. Aber im Falle deines Todes, brauchst du für deine Angehörigen ein gut funktionierendes finanzielles Back-Up System.
Deine nächsten Schritte
1. Egal ob du bereits eine Ablebensversicherung benötigst oder nicht. Du kannst dir im ersten Schritt unseren ultimativen Finanzplanungsguide für Uni- und FH-AbsolventInnen downloaden.
Du bekommst den kostenlosen Guide hier:
Hier geht’s zum Download
2. Falls du aktiv bereits eine Ablebensversicherung benötigst oder generell mit deiner smarten Finanzplanung starten willst, dann sprich mit uns. Unsere kostenlose Online-Videoberatung ist österreichweit möglich – ohne dass du das Haus verlassen musst 😉
Mehr Infos findest du hier:
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