7 Leitsätze für ein sorgenfreies Leben & exzellente Finanzen - Teil 1

Die erste Regel des Fight Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club.

Die zweite Regel des Fight Club lautet: Ihr verliert KEIN WORT über den Fight Club. Falls du das Buch oder den Film nicht kennst: Es gibt noch 6 weitere Regeln des Fight Clubs (und nein, es ist nicht immer dieselbe Regel). Die zehn Gebote die Moses von Gott empfing sind dir höchstwahrscheinlich bekannt. Vor kurzem habe ich von einer Regel für Interviews bei Elon Musk gelesen. Potenziellen Kandidaten ist es verboten Parfüm zu tragen. Warum? Weil Elon Musk eine sehr sensible Nase hat und ihn die Düfte stören.

Regeln und Gebote begleiten uns in allen Lebenslagen und sollen dabei helfen unser Leben zu ordnen und einfacher zu machen. Als am 17. Oktober 1969 die Polizei von Montreal morgens einen Streik begann, dauerte es keine 4 Stunden und die erste Bank wurde überfallen. Plünderer räumten Geschäfte, Hotels und Restaurants aus. Bis am Abend wurden sechs Banken ausgeraubt, hunderte Geschäfte geplündert und ein Schaden in der Höhe mehrerer Millionen Dollar angerichtet. In diesem Fall versank Montreal ohne Regeln im Chaos. 

Dasselbe trifft auf dein Leben und deine Finanzen zu

Ohne Regeln, ohne Gebote oder Leitsätze läufst du Gefahr im Chaos zu versinken. Du raubst vermutlich keine Bank aus, aber in diesem Artikel geht es auch nicht um Gesetze, sondern um 7 Leitsätze (die ich im Laufe des Artikels auch als Gebote und Regeln bezeichne) die dein Leben und deine Finanzen erheblich verbessern können.

Starten wir mit Leitsatz Nummer 1.

1.

Leitsatz: Du kannst die Welt nicht kontrollieren, sondern nur wie du reagierst.

Leitsatz: Du kannst die Welt nicht kontrollieren, sondern nur wie du reagierst.

“It’s not what happens to you, but how you react to it that matters.”
– Epictetus

Epictetus ist einer der heutzutage bekanntesten Stoiker (neben Marcus Aurelius und Seneca). Wenn du diese Lebensweisheit wirklich befolgst oder einfach nur so oft wie möglich über sie nachdenkst, ist es fast unmöglich, dass sich dein Leben nicht verbessert. Epictetus hat noch ein paar andere Aphorismen auf Lager:

  • “To achieve freedom and happiness, you need to grasp this basic truth: some things in life are under your control, and others are not.”

Wer glaubt, dass er Dinge kontrollieren kann, die nicht unter seiner Kontrolle stehen, wird kurz-, mittel- und langfristig unglücklich sein. Bevor wir das Ganze anhand eines Beispiels konkretisieren, müssen wir darüber nachdenken was tatsächlich “under your control” ist und was nicht. Du kannst das Wort “kontrollieren” übrigens auch mit “beeinflussen” ersetzen.

William B. Irvine teilt in seinem Buch „A Guide To The Good Life“ den Rat von Epictetus in drei Kategorien auf:

1. Dinge über die wir komplette Kontrolle haben

2. Dinge über die wir gar keine Kontrolle haben

3. Dinge über die wir ein bisschen, aber nicht komplette Kontrolle haben

Worüber haben wir komplette Kontrolle?

Welche persönlichen Ziele setzen wir uns? Welche Werte sind uns wichtig? Das sind Dinge, über die wir zu 100 % selbst bestimmen können. Ein persönliches Lebensmotto von mir habe ich von Marcus Aurelius:

  • You have power over your mind, not outside events. Realize this and you will find strength.

Er hat das vor 2.000 Jahren realisiert. Das bedeutet nicht, dass du das in jeder Situation schaffst, aber du solltest danach streben.

Worüber haben wir gar keine Kontrolle?

Ob die Sonne morgen aufgeht oder ob es regnet, können wir nicht bestimmen. Unsere Gene können wir (noch) nicht beeinflussen. Das sind Dinge, über die wir keine Kontrolle haben. 

Etwas Banales wie einen Stau auf den Weg zu Arbeit können wir nicht beeinflussen – sich darüber zu ärger ist Energieverschwendung. 

Worüber haben wir ein bisschen, aber nicht komplette Kontrolle?

Sagen wir du bewirbst dich für einen neuen Job. Du kannst dich top vorbereiten – am besten kostenfrei mit unserem ultimativen Bewerbungstraining. Doch selbst wenn du alles in deiner Macht Stehende tust, um auf alle Fragen im Vorstellungsgespräch eine Antwort zu haben und den besten Lebenslauf erstellst, den die Personaler jemals gesehen haben. Auch dann ist es möglich, dass du den Job nicht bekommst. Die endgültige Entscheidung ist nur bis zu einem gewissen Grad von dir beeinflussbar.

Greifen wir das Beispiel von oben mit den Genen auf. Du kannst dasselbe Trainingsprogramm wie Arnold Schwarzenegger in seiner Blütezeit durchziehen, die gleichen oder noch bessere Supplemente und Hilfsmittel wie er nehmen. Je nachdem wie’s um deine Gene steht, wirst du trotzdem nicht wie er aussehen. Und das ist nicht schlimm: Solange dir klar ist, dass das nicht unter deiner Kontrolle ist, sondern nur deine Reaktion darauf unter deiner Kontrolle ist.

Alles was wir nicht unter Kontrolle haben, sollte uns gleichgültig sein.

Was bedeutet das für deine Finanzen und Versicherungen?

Steuerung Versicherungen und Finanzen

Bei der Geldanlage kannst du den Markt nicht beeinflussen. Mit einem Ereignis wie 9/11 oder der Corona-Pandemie kannst du zwar rechnen, aber du kannst es weder beeinflussen noch kontrollieren. Doch du kannst deine Geldanlage von Anfang an so konzipieren, dass dir Marktschwankungen egal sind – zum Beispiel durch einen langfristigen Anlagehorizont. 

Wenn es an den Märkten nach unten geht, dann kannst du nur kontrollieren, wie du reagierst. Kaufst du nach, weil du lange genug Zeit hast? Oder verkaufst du alles panikartig? Gerade zu dem Thema empfehle ich dir unseren Artikel: Über vorübergehende und endgültige Verluste bei der Geldanlage: Warum du das Stockdale-Paradox und Investment-Wu Wei brauchst

Wenn’s um Versicherungen geht, dann kannst du vorbeugend handeln. Du kannst nicht kontrollieren, ob dich ein betrunkener Autofahrer abschießt und du vielleicht im Rollstuhl sitzt. Du kannst nur bis zu einem gewissen Grad durch Lebensstil & Co beeinflussen, ob du einmal an Krebs erkranken wirst oder nicht. Wenn du bei der Genlotterie Pech oder Glück hattest, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher oder niedriger. Über die Themen denkt niemand gerne nach, doch du kannst dich zumindest finanziell vor den Folgen schützen. Sei es durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Unfallversicherung oder wenn’s um deine Angehörigen geht, durch eine Ablebensversicherung.

Das ist bewusst der erste Leitsatz. Wenn du über diese Regel nachdenkst und sie befolgst, dann ist es fast unmöglich, dass sich dein Leben nicht verbessert.

Action Step – Was kannst du jetzt sofort machen?

Nimm dir 5 Minuten Zeit und denke darüber nach, was du gar nicht beeinflussen kannst, was du nur zum Teil beeinflussen kannst und was du komplett beeinflussen kannst. Wenn das nächste Mal etwas passiert, das dich nervt, dann denke an den Satz:

  • “It’s not what happens to you, but how you react to it that matters.”

Wenn du mehr lesen willst, dann empfehle ich Epictetus persönlich: The Good Life Handbook  – das ist die Übersetzung seines “Enchiridion” von Chuck Chakrapani. Du wirst das Buch in 1-2 Stunden durch haben. Doch dein Leben verändert es vielleicht für immer.

2.

Leitsatz: Keine Beschwerde ohne Lösung.

Leitsatz: Keine Beschwerde ohne Lösung.

Kennst du Leute, die sich immer beschweren? Egal worum es geht – sie schaffen es bei jedem Thema etwas zu finden, dass nicht passt. Jede Kleinigkeit ist lästig und nervt. Vielleicht erwischst du dich selbst manchmal dabei. 

Das ist kein Zustand, der auf Dauer zu empfehlen ist. Stephen Hawking hat mal gesagt:

  • “If you complain, nobody wants to help you.”

Und ganz ehrlich: Wenn jemand Grund gehabt hätte sich zu beschweren, dann wäre es Stephen Hawking gewesen. Doch nicht nur, dass dir niemand helfen will, und du mit dem Verhalten deine Mitmenschen nervst ist ein Problem. 

Du steigerst dich auch selbst in eine, sagen wir mal, “ungünstige Laune” hinein. Sich zu beschweren oder grantig zu werden ist keine Lösung. Es ist auch egal ob du oder jemand anderer einen Fehler gemacht hat. Deshalb solltest du ab jetzt folgendes Gebot für dich einführen:

Immer wenn du dich dabei erwischt, dass du dich beschwerst, rummaulst oder beklagst dann stoppe, halte inne und sag dir:

Beschweren ohne Lösungsansatz ist verboten. Wie kann ich die Situation verbessern?

Was ist, wenn es für die Situation wirklich keine Lösung gibt? Dann gehe zurück zu Leitsatz Nummer 1. Wenn es wirklich keine Lösung gibt, dann wird es sich um einen Vorfall handeln, den du nicht beeinflussen kannst. Also kontrolliere deine Reaktion. Das bedeutet nicht, dass du dich nie wieder ärgern darfst und gar kein unbehagliches Gefühl aufkommen darf. Wir sind keine Roboter. Doch was du danach machst, ist entscheidend.

Wenn ich mich selbst dabei erwische, dass ich mich beschwere oder ärgere und nicht über eine Lösung nachdenke, dann stelle ich mir immer folgende Frage: Wird sich die Situation verbessern, wenn ich mich ärgere? Hilft es mir, wenn ich mich ärgere oder beschwere?

Die Antwort ist in 99,99 % der Fälle: Nein. Du wirst wie erwähnt ärgern und beschweren nicht komplett vermeiden können, aber wenn deine Zündschnur immer kürzer wird, dann frage dich einfach: Würde es helfen? 

Würde es helfen sich zu ärgern? Würde es helfen sich zu beschweren und keine Lösung zu suchen? Würde es helfen sich zu sorgen?

Eine Erkenntnis, die dabei ebenfalls hilft: Probleme sind immer eine Chance sich zu verbessern. Deshalb sind Probleme zu einem gewissen Grad auch immer gut.

Mistakes are inevitable and it’s important to recognize and accept this fact of life. The good news is that every mistake you make can teach you something, so there’s no end to learning.
Ray Dalio

Was bedeutet das für deine Finanzen und Versicherungen?

Du bist mit den miserablen Zinsen auf deinem Sparbuch unzufrieden? Anstatt sich darüber zu ärgern und zu beschweren und dann nichts zu machen, solltest du dein Geld sinnvoll veranlagen. Das Sparbuch ist keine Lösung für mittelfristige Anlage. Dasselbe gilt für Bausparer. Doch du musst dich darüber nicht beschweren, denn du kannst dein Geld anders veranlagen. Du kannst dir dazu unseren Artikel über die verschiedenen Möglichkeiten ansehen: Alles was du über Finanzanlagen wissen musst: Welche Anlageklassen sind für dich passend, welche Renditen sind realistisch und welche Fehler musst du vermeiden

Was ist, wenn die Kurse bei deiner Anlage aufgrund eines Ereignisses wie Covid-19 stark fallen? Dann gibt es keine Lösung, oder? Jein. Einerseits empfehle ich dir den Artikel „Über vorübergehende und endgültige Verluste bei der Geldanlage: Warum du das Stockdale-Paradox und Investment-Wu Wei brauchst“ und andererseits denke einfach an Regel Nummer 1.

Action Step – Was kannst du jetzt sofort machen?

Du solltest deine persönliche “Keine Beschwerde” – Challenge starten. 10, 21 oder 30 Tage ohne Beschwerde. Wenn das unmöglich erscheint, da du aktuell der Imperator der Beschwerden bist, dann fang mit 3 Tagen an.

Als visuelles Hilfsmittel könntest du ein Armband verwenden (siehe hier: Silikonarmbänder). Das trägst du am linken Handgelenk. Nach dem ersten Tag ohne Beschwerde bzw. wenn du bei einer Beschwerde sofort an einer Lösung arbeitest, wechselst du auf das rechte Handgelenk. Erwischst du dich dabei, dass du dich beschwerst, ohne einen Lösungsansatz vorzubringen, dann wandert das Band wieder auf das linke Handgelenk, bis du wieder einen vollen Tag schaffst.

Wenn das mit dem Handgelenksband nicht dein Ding ist, dann könntest du auch einen “Straftopf” einführen. Wann immer du dich beschwerst kommen 10 € oder 20 € in diesen Straftopf. Was machst du mit dem Topf? Je nachdem welche Challenge du brauchst: Entweder musst du ihn an eine politische Partei spenden, die du verabscheust oder du spendest ihn an einen Verein, den du gut findest 😉

Das Ziel dieser Challenge ist “Keine Beschwerde ohne Lösung” zur Gewohnheit zu machen.

Das bringt uns auch zum nächsten Leitsatz…

3.

Leitsatz: Du bist die Summe deiner Gewohnheiten.

Leitsatz: Du bist die Summe deiner Gewohnheiten

“We are what we repeatedly do. Excellence, then, is not an act, but a habit.”
– Aristotle

Bis zu 40 % unser Handlungen sind Gewohnheiten, die kein bewusstes Nachdenken erfordern. Wir machen sie einfach. Kommt dir der Wert hoch oder niedrig vor? Egal wo er für dich persönlich liegt: Gewohnheiten beeinflussen unser Leben massiv. Deshalb musst du deine Gewohnheiten sorgsam wählen. Schlechte Gewohnheiten solltest du ablegen oder durch gute Gewohnheiten ersetzen.

Im Grunde sind Gewohnheiten der Zinseszinseffekt der persönlichen Weiterentwicklung – den Vergleich kannst du in fast jedem Buch über Gewohnheiten lesen. Eine Vielzahl kleiner Verbesserungen wirkt sich auf lange Sicht gesehen dramatisch aus. Das Gleiche gilt aber auch für Verschlechterungen. 

Wenn du 2 Tage hintereinander zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen Kuchen isst, dann wirst du deswegen nicht sofort gesundheitliche Folgen haben und 10 Kilo zunehmen. Wenn du das aber jeden Tag für 10 Jahre machst, dann wirst du in 10 Jahren signifikant schwerer sein und gesundheitlich relativ sicher Probleme haben. 

Mir ist bewusst, dass das Beispiel lächerlich ist – die wenigsten wollen sich nur von Kuchen ernähren. Es soll nur illustrieren:

Du musst dir die Frage stellen welche Gewohnheiten dir schaden und welche Gewohnheiten gut für dich sind.

In welche Richtung zeigt deine Entwicklungskurve, wenn du so weitermachst oder etwas änderst?

Ich wohne aktuell in einem Wohnhaus im 5. Stock. In den ersten Jahren habe ich automatisch immer den Lift genommen. Bis ich einfach mal meine Gewohnheiten und meinen typischen Tagesablauf analysiert habe. Den Fahrstuhl zu nehmen habe ich als neutral bzw. negativ bewertet. Also gab es Potenzial zum Verbessern. 

Seitdem benutze ich den Lift nur mehr, wenn ich den Samstageinkauf erledigt habe (sonst würde meine Freundin mich vermutlich in die Anstalt einliefern, falls ich mit gefühlt 17 Einkaufssäcken alle fünf Stöcke hochlaufe). Ich hab’s mir sogar mal ausgerechnet: Im Jahr gehe ich deshalb 120.000 Stufen mehr. Für meine körperliche Fitness ist das höchstwahrscheinlich nicht nachteilig.

Erwische ich mich selbst dabei, dass ich manchmal noch den Knopf am Fahrstuhl drücke? Ja. Aber den Knopf am Fahrstuhl zu drücken habe ich in folgenden Trigger verwandelt: Benütze die Stufen! Wenn mir mein Gehirn also den Streich spielt, dass ich den Knopf betätige, dann fällt mir sofort ein: Nein, du gehst.

Je nachdem was du erreichen willst, kannst du deine Gewohnheiten anpassen. Schritt für Schritt.

  • It is so easy to overestimate the importance of one defining moment and underestimate the value of making small improvements on a daily basis. Too often, we convince ourselves that massive success requires massive action. – James Clear

Was bedeutet das für deine Finanzen und Versicherungen?

Wenn’s um Finanzen und Versicherungen geht, dann kannst du mit ein paar einmaligen Anpassungen sehr viel ins Positive verändern. Besonders hervorzuheben sind Gewohnheiten, die lediglich eine einmalige Anpassung benötigen, geringen Aufwand verursachen, aber uns mit überproportionalen Auswirkungen belohnen. Darunter fällt zum Beispiel:

Laufende, langfristige Ansparung.

Egal ob du’s Altersvorsorge nennst oder einfach langfristige Anlage. Wir haben oben vom Zinseszinseffekt der persönlichen Weiterentwicklung gesprochen. Hier geht’s um den echten Zinseszinseffekt. Je früher du startest, umso besser stehst du am Ende da.Und im Grunde musst du nur einmal entscheiden, dass du JETZT beginnst. Du musst dann nicht mehr jedes Monat darüber nachdenken. Für mehr Infos rund um das Thema empfehle ich dir folgende Artikel von uns:

Stromkosten sparen.

Wenn du dir einmal im Jahr einen Reminder setzt, dass du den Stromanbieter wechselst, dann kostet dich das ein paar Minuten im Jahr. Du sparst dir auf Dauer aber richtig viel Geld. Eine Anleitung zum Stromsparen findest du in unserem Artikel: 3 Tipps wie du richtig viel Geld sparen & verdienen kannst. Das gleiche gilt natürlich auch für Versicherungen. Wenn du mit uns zusammenarbeitest, dann übernehmen den Part natürlich wir (laufender Check auf Verbesserung, etc.) und versorgen dich mit Spezialtarifen für Uni- und FH-Absolventen.

Natürlich sind nicht alle Gewohnheiten mit einer einmaligen Anpassung erledigt. Manche Dinge musst du zur laufenden Gewohnheit machen. Wenn du jeden Samstag shoppen gehst und 300 € für “Blödsinn” ausgibst, dann wirkt sich diese Gewohnheit auf lange Sicht negativ aus. Lifestyle-Inflation und der Diderot-Effekt lassen sich durch die richtigen Gewohnheiten vermeiden. Wie kannst du im Artikel „Die größten Vermögensvernichter und wie du sie loswirst: Lifestyle-Inflation und der Diderot-Effekt“ nachlesen.

Action Step – Was kannst du jetzt sofort machen?

Dein erster Schritt ist die Analyse deiner aktuellen Gewohnheiten. 

Notiere dir deinen Tagesablauf. Und zwar so detailliert wie möglich. Das kann zum Beispiel so aussehen:

  • Der Wecker läutet um 05:30. 
  • Du drückst fast jeden morgen 3x auf Snooze und stehst endgültig um 06:00 auf.
  • Toilette
  • Zähneputzen
  • Danach gehst du sofort duschen. 
  • Du nimmst den Lift, um in die Tiefgarage zu fahren.
  • Autofahrt in die Arbeit.
  • Während der Autofahrt hörst du Radio. 

Das Ziel soll sein, dass du fast jede Gewohnheit, jede Tätigkeit trackst. Zu genau gibt es in diesem Fall nicht. Wenn du als Erstes, wenn du in der Arbeit ankommst aus deinen Straßenschuhen schlüpfst und Hausschuhe anziehst, dann notiere dir das.

Am besten lässt du dir 2-3 Tage Zeit, um wirklich alles aufzuschreiben. Danach kannst du die Gewohnheiten bewerten. Was ist gut? Was ist neutral? Was ist schlecht?

Schlecht könnte der Fahrstuhl sein – wieso nimmst du nicht die Stufen?

Schlecht könnte das Radio sein – wieso nutzt du die Zeit nicht für ein gutes Audiobuch?

Schlecht könnte auch der Snooze Button sein – wieso schläfst du nicht gleich bis 6:00 oder stehst tatsächlich um 05:30 auf?

Im Anschluss kannst du überlegen mit was du schlechte Gewohnheiten ersetzen willst 🙂

4.

Leitsatz: Denke immer an die second und third level Konsequenzen deiner Entscheidungen und Taten.

Our job is not to “go with our gut” or fixate on the first impression we form about an issue. No, we need to be strong enough to resist thinking that is too neat, too plausible, and therefore almost always wrong. Because if the leader can’t take the time to develop a clear sense of the bigger picture, who will? If the leader isn’t thinking through all the way to the end, who is?
– Ryan Holiday

Der leader in deinem Leben bist du. Nehmen wir das Kuchen-Beispiel von vorher. Die Entscheidung jeden Tag Kuchen zu essen ist in der first level Konsequenz positiv: Kuchen schmeckt gut 🙂

Die second level Konsequenz ist, dass du vermutlich dick wirst. Die third level Konsequenz für dich sind gesundheitliche Dauerfolgen (Diabetes & Co). Du kannst die Gewohnheiten von vorhin generell mit diesem Gebot verbinden. Nimm meine “Kein Lift”-Gewohnheit. Die first level Konsequenz ist negativ: Es ist anstrengend und an besonders mühsamen Tagen hat es, speziell zu Beginn, richtig viel Willenskraft gebraucht die fünf Stockwerke hinaufzugehen. 

Doch die second level Konsequenzen sind: Ich werde fitter und mein allgemeiner Gesundheitszustand verbessert sich. 

Was bedeutet das für deine Finanzen und Versicherungen?

Ich habe darüber einen kompletten Artikel geschrieben:

Finanzielles first level thinking und seine verheerenden Auswirkungen

Da geht’s rein um die finanziellen Auswirkungen von first level thinking.

Einen speziellen Punkt beleuchte ich hier noch: Gerade bei der Geldanlage suchen viele den richtigen Einstiegszeitpunkt oder versuchen in Krisen richtig auszusteigen (= zu verkaufen), um dann wieder einzusteigen (= wieder zu kaufen). Das hört sich im ersten Moment ok an, bis man es wirklich durchdenkt:

  • Wie viel Zeitaufwand ist für das notwendig?
  • Welche Indikatoren sprechen für Kauf und für Verkauf? 
  • Ist es realistisch, dass man damit tatsächlich ein besseres Ergebnis erzielt (inklusive des Zeitaufwands)?

Eine first und second level thinking Analyse zeigt einem relativ schnell die Grenzen des Vorhabens auf. Vor kurzem habe ich eine Studie gelesen, die eine 20-Jahres Periode am Aktienmarkt betrachtet hat. Das Ergebnis war eine Rendite von 7,2 % pro Jahr. Wenn ein Investor allerdings nur die besten 5 Tage verpasst hätte, dann wären es nur mehr 5 % pro Jahr gewesen. Wenn jemand die besten 20 Tage verpasst hätte, dann wäre es nur mehr knapp 1 % gewesen. 

Erfolgreiches Investieren hat nichts mit market timing zu tun, sondern damit wie lange du dein Geld veranlagst und im Markt lässt. Wenn du glaubst, dass du dauerhaft die besten 20 Tage identifizieren kannst, dann melde dich bitte bei mir 😀

Action Step – Was kannst du jetzt sofort machen?

Der Action Step ist simpel – fange an deine Entscheidungen zu hinterfragen und über second und third order Konsequenzen nachzudenken. 

Je öfter du das machst, desto bessere, langfristige Entscheidungen triffst du.

Die erste Chance dazu hast du gleich. Wir sind nämlich am Ende von Teil 1 dieses Artikels angekommen. Hier geht’s zu Teil 2. Liest du’s oder liest du’s nicht? Nummer 7 ist neben Gebot Nummer 1 das vermutlich wichtigste für ein erfülltes Leben.

Bevor du zu Teil 2 springst…

Deine nächsten Schritte

1. Wenn du deine Finanzen und Versicherungen verbessern willst, dann kannst du dir als erstes unseren ultimativen Finanzplanungsguide herunterladen.

Dort erfährst du welche Versicherungen du unbedingt brauchst, welche Finanzplanungsfehler du vermeiden musst und wie du in allen Bereichen zu Boni für Uni- & FH-Absolventen kommst.

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Wie geht's weiter?
Autor: Florian Märzendorfer

Fan von indischem Essen, Finanzplaner & Co-Founder von FiP.S.

Hasst Strandurlaube & verabscheut Beistrichregeln.

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